Fotografen die kostenlos arbeiten…

geschrieben von admin | Allgemein | Freitag 10 Mai 2013 09:37

Okay…ich geb’s zu…ich hab gerade so ’n gaaanz klein bissi ’n Hals…auch wenn sich recht schnell aufgeklärt hatte…dass der Grund meines Wutausbruchs heute morgen wohl eher auf ein Missverständnis zurückzuführen ist. Grundlage für mich heute morgen an die Decke zu gehen war eine Frage auf Facebook die mir gestellt wurde:
„Duuu Zottl…kannste mal eben eine Ausschreibung für mich machen? Ich shoote ’n Kalender…für’ne bekannte Firma die Autos baut…das Model muss groß, schlank und blond sein…und idealerweise fette Klamotten im Schrank ham…am besten sieht’se aus wie’n Top Model…kann posen wie’ne Maschine…und geht vor der Kamera ab ohne Ende. Bezahlung gibbet net…ich bekomme ja auch nix…“

Waaaaassss?????!!!

Ja nee…is klar…ich shoote für einen bekannten Automobil-Hersteller…haue denen eine Kalenderproduktion auf den Tisch…für die ich mir den ganzen Organisationsstress antue…die Shootingzeit…und die drauf folgenden Nächte der Bildbearbeitung…und mache das für ’n feuchten Händedruck? Sorry…aber entweder hat da jemand den Schuss net gehört…setzt sich morgens den Zylinder mit dem Vorschlaghammer auf…oder ist im letzten Badeurlaub gegen einen Torpedo geschwommen.

Nicht falsch verstehen…ich habe lange Zeit damit verbracht mein Book und Portfolio aufzubauen…und viele Models haben mich auf TFP-Basis damit unterstützt…nur ist es halt mal so dass bei TFP beide Seiten was davon haben. Ich profitiere von der Leistung des Models….das Model profitiert von dem was ich hinter der Kamera und in Photoshop so drauf habe…und jeder hat was nettes um sich’s ins Book zu knallen.

Das dümmste was ein Fotograf aber machen kann ist es sich den Träumen hinzugeben für top Firmen für Lau zu arbeiten…weil ja daaannn…wenns soo riiichtig geknallt hat…ja der große Geldsegen kommt.

Noch geiler finde ich…wenn solche Hansels denen die Butter vom Brot klauen…die mit genau dieser Sparte Ihr Geld verdienen.

Wir reden aktuell vom Motorsport…Fotograf XY will endlich den großen Durchbruch erreichen…und knipst munter für Hunz und Kunz alles was irgendwie nach professionell aussieht zusammen…
natürlich gehen die Bilder an die Redaktionen der Magazine…werden den Bossen vorgelegt…und das tollste…alles ohne auch nur einen Cent zu sehen.
Für was denn auch…Kohle kommt später…wenn man dann berühmt ist…und einem die großen Firmen die Bude einrennen und betteln…dass sie einem die Taschen mit hohen 5-stelligen Beträgen vollhauen.

Die Logik ist durchdacht…gaaanz große Leistung.

Kollege YZ ist Berufsfotograf…shootet sich mit seinen Bildern die Butter aufs Brot…kennt den Markt…und auch wenn Qualität das eine ist…lockt es natürlich viele Firmen den übermotivierten Hobbyknipser mit seiner Kamera ins Boot zu ziehen…weil der ja für ’n Verpflegungsticket und ’ne Cola mal eben 3000 Bilder am Tag raushaut…bei denen sicherlich was dabei ist was man verwerten kann.

Jetzt mal ganz ehrlich…wir reden von mindestens 3000 Tacken die man anlegt um halbwegs das zu bekommen was man mit Kameraausrüstung bezeichnet….Geld…was ’n Knipser einfach mal so frei Schnauze in sein Hobby investiert…jeder Druck auf den Auslöser bringt die Knipse dem Tod näher…also kostet damit auch jeder Druck auf den Auslöser Geld.

Wenn ich also auf einem Level bin…auf dem ich mit dem Gedanken spielen kann jemandem Bilder an die Hand zu geben mit denen auch was anzufange ist….und irgendwas von „Fame“ zu brabbeln…bekomme ich ’n bissi Angst.

Durch solche Hirnakrobaten werden dann genau die aus dem Weg geschossen die damit Familien durchprügeln müssen…oder schlichtweg gesagt „leben“ wollen.

Die geilste Aussage: „jaaa….ich shoote denen was kostenlos…und wenn denen das gefällt…buchen die mich irgendwann…“

Dieser Satz kam mir in meiner Laufzeit geschätzte 383562 mal in den Gehörgang…wenn ich ehrlich bin…kenne ich aber nicht einen einzigen Fall wo dieser Hirnschiss auch nur halbwegs zutraf.

Machen wir uns nix vor…wenn ich DER Knipser bin…der die Kamera für umme in die Hand nimmt…werde ich bei DEM kunden auch immer der Knipser sein der kostenlos arbeitet.

Wenn ich von Anfang an sage: „Pass‘ ma auf…ich knipse Dir das gerne…ich weiss aber dass ich noch weit vom top Level entfernt bin…aber ich habe auch Auslagen….also musste mir 100 oder 200 EUR auf die Hand geben…“ ist das was anderes. man arbeitet für Geld…wird man mit immer steigender Leistung…auch mehr Asche verdienen.

Aber wieso…sollte Fa. XY Dir Geld geben…wenn Du die letzten 5 Jobs für umme gemacht hast?

Du willst jetzt Kohle? Dann geh‘ doch woanders hin…da draussen bekomme ich auch einen anderen Spacko der kostenlos für uns den Horst spielt.

Und genau da kommt dann das böse erwachen.

Klar kann man jetzt sagen: „jeder fängt mal klein an“…und „tja…wir Hobbyisten müssen halt nix verlangen…für uns ist es der Spass am Profi spielen…“… „ich bin in meinen Anfängen…da kann man nix verlangen…“

blaablaablaa…

Kurzum…ich behaupte…packst Du einmal die Knipse aus…und kassierst net mal’n Zwanni für’n Portrait-Shooting…(vorausgesetzt da kommt auch halbwegs was aus der Knipse was man als solches bezeichnen kann…) gehörste gehauen…und zwar feste.

Natürlich macht man für Freunde…bekannte usw. mal was kostenlos…aber wenns drum geht…Firmen ohne finanzielle entlohnung Bilder an die Hand zu geben…die diese gewinnbringend einsetzen…bin ich für teeren und federn…
Sonntags mittags um 14:00 auf’m Marktplatz.

Okay…Frust ist vom Leib geschrieben….Puls geht langsam wieder in den Normal-Mode.

Euch allen entspannte Shootings und Spass bei der Sache… 🙂

Liebe Grüße

Euer Zottl

2012…ein Rückblick…

geschrieben von admin | Allgemein | Sonntag 30 Dezember 2012 17:29

Heute vor genau einem Jahr saß ich am Rückblick…2011…hatte einen ganzen Roman getippert…dessen Resümee ergab dass doch alles irgendwie machbar und umsetzbar ist…und doch nicht soooo schlimm wie es manchmal scheint…als mich der Anruf erreichte dass es meinem Dad sehr schlecht gehen würde…er ins Krankenhaus müsse…und es nicht wirklich toll um ihn bestellt sei. Daraufhin drückte ich auf „löschen“…und sprang ins Auto um direkt ins Klinikum zu fahren…

Ein sehr bescheidener Jahresabschluss, der sich dann aber (Gott sei Dank) zum Guten wendete, und meine Familie und ich meinen Vater schon bald wieder zu Hause hatten.

Der Neujahrsbeginn stand ebenfalls unter keinem strahlenden Stern, das Studio frisch eröffnet…zu vieles stand noch unberührt auf der to-do-Liste und so glücklich ich war meinen Traum vom großen Studio in Erfüllung gehen zu lassen…genau so betrübt war ich was die reellen Zukunftsaussichten angingen.

Ja…man kann sich auch selbst herunterziehen…und wenn man darin so erfahren ist wie ich…kann das schon fast äusserst unlustig werden…aaaaaber…es gibt Menschen da draußen…die auch einen sich am Boden sehenden Zottl wieder aufpäppeln…wie einen kleinen Vogel der eben aus dem Nest gefallen ist.

Genau diesen Menschen habe ich so einiges zu verdanken…und gerade diese gehen mir im Moment durch den Kopf…einfach weil ich ohne deren Unterstützung nicht da wäre…wo ich heute bin.

Joah…da sitze ich nun im Studio…das Licht ist aus…mein Termin hat Verspätung angekündigt…also tippere ich wieder mal frei von der Leber weg.

Es war am 03. Dezember…ein ganz normaler stressiger Arbeitstag als mir durch den Kopf ging: „Alter…heute vor einem Jahr haste den Schuppen eröffnet…“ Meine Fresse….1 Jahr isses schon her…als ich zusammen mit meinen Mitstreitern Daniela und Stefan dem Studio-World seinen Startschuss gaben.

So wirklich wusste niemand was wirklich passieren würde….klar hatte man Hoffnungen…Wünsche und Träume…aber wer auch nur halbwegs realistisch ist…weiss wie schnell so ein großes Projekt auch an die Wand geklatscht werden kann. Regional kannte mich ja kein Schwein…meine Kunden kamen ja schon zu der Zeit größtenteils aus dem angrenzenden Ausland…bzw. nicht wirklich aus der Ecke die man mit „regional“ bezeichnen würde…und genau da lag ja der Hund begraben.

Da zieht man so’n Shootingtempel hoch…und keine Sau weiss es eigentlich….weil…so hart wie’s klingt…das geplante Werbebudget wurde dann doch noch von den Baukosten aufgefressen…und die finanziellen Mittel dezent gesagt auf einem Level angelangt…bei dem man sich streiten konnte ob man in einen Kaugummi…oder einen Schoko-Riegel investiert.

Keine guten Grundvoraussetzung für einen Start…eeeigentlich…aber wie es nunmal so ist…hilft es doch ungemein den Kopf nicht vollends in den Boden zu stecken…sondern das letzte Quentchen „positives Denken“ auszupacken…und damit zu versuchen nach vorne zu stürmen.

So kam es nach recht kurzer Zeit zu einem Treffen mit einem Menschen den ich genau dieses eine mal sah…der…in dem was ich so trieb…bzw. in dem was man so als Geschäftskonzept beschreibt was tolles sah…und einfach mal ’n Päckchen Zucker schnappte…und mir das mit Hochdruck in den Hintern blies.

EIN großes Problem wurde durch diese Unterstützung direkt von der Platte gefegt…Wahnsinn. Nicht viel später erfüllte sich ein weiterer Traum…die Kooperation mit einem Unternehmen welches auch gerade in Bensheim seine Pforten eröffnete…wieder eine Grundlage…um sich regional mit Kontakten zu versorgen. Doch damit war halt auch noch nicht Schluss…denn auch andere große und namhafte Unternehmen haben Bensheim als tollen Standort für’s Business ausgemacht und sich hier niedergelassen.

Wenn man sich dann noch….zur richtigen Zeit am richtigen Ort aufhält…dem richtigen Typen über die Füße stolpert…ist es gar nicht mehr sooo weit hergeholt dass sich da auf einmal ein Auftrag nach dem anderen im Auftragsordner befinden.

Ich habe viele Menschen kennenlernen dürfen…zwar nicht nur in 2012…aber dieses Jahr war nunmal maßgeblich für das was die Zukunft so bringen mag. Ich habe Neider kennengelernt….Menschen die einem nicht mal die Butter auf dem Brot gönnen…Menschen…die einem nichts sehnlicher wünschen als im Idealfall 1,8m unter der Erde sein weiteres Dasein zu fristen.

Dann gabs noch die Psychologen und Zauberer…Menschen die meinten meine Zukunft vorhersehen zu können…was mir und meinem Team da alles prophezeit wurde…meine Fresse…grund genug sich mit einem Grinsen im Gesicht mit Anlauf vom Hochhausdach zu stürzen. Auch wenn ich selbst immer wieder mal diese Down-Forces habe…irgendwann geht der Kopp wieder nach oben…und dann heißt es einfach: „leckt mich doch…ich mach‘ mein Ding…ob mit oder ohne Euch…“ 😀

Logischerweise finde ich die Menschen am geilsten…die so halbwegs verstehen was in meiner überstrapazierten Birne so vor sich geht. Auch wenn es für niemanden einfach ist meine Gedankengänge zu verfolgen…oder meine Sicht der Dinge so aufzunehmen wie ich es für mich angehe…es gibt sie…die Menschen für die ich einfach nur der etwas „bekloppte Zottl“ bin…“der einfach nur seinen Traum lebt“…der nicht immer einfach ist…der in der Lage ist durch Wände zu latschen….ganz ohne Türen dafür zu benutzen…der im Anfall von Kopfkrieg auch mal ’ne Computermaus an die Wand wirft…aber auch in der Lage ist andere…genau so bedröppelte Charaktere an Land zu ziehen…um denen was mit auf den Weg zu geben.

Scheissegal wie hoch die Ziele auch gesteckt sein mögen…ich behaupte…wenn man die Eier in der Hose hat sich dem ganzen Unmus zu stellen…wirklich alles zu geben…und nicht nur gedankenverloren am Tisch Däumchen zu drehen…ist man in der Lage (fast) alles zu schaffen.

Wenn man sich vor Augen hält…dass das Leben halt nicht wirklich der Ponyhof mit rosaroten Pferchen ist…man sich unangenehmen Situationen stellen muss…und auch mal so hart zu sein um anderen …wenns wirklich knallt…eine vor’n Latz zu geben…damit die wieder in der Lage sind auch ohne fremde Hilfe geradeaus schauen zu können…ist man auf dem richtigen Weg.

Hat man dann noch Menschen hinter sich…die einem den Halt geben…auch mal in Phasen die man eher nicht wirklich durchleben will…die einem den Rücken freihalten…ist die halbe Miete schon im Beutelchen.

Eine ganz besondere Spezies Mensch will ich auch noch ansprechen…die in meinem Wortschatz als „Luftpumpe“ geführt wird…und die speziell (wenn auch nicht nur) im Bereich der Fotografie am Start ist.
Ich will es aus meiner Sicht in Zusammenhang mit Facebook erklären.

Da gibt es „die Götter der Fotografie“…die einen mit Bildern betüdeln wo man echt sagen muss…“woooow….kommt klasse“…dazu Postings und Beiträge in denen schön alles zusammengeführt wird was die Jungs denn so haben…und für wen sie denn alles so arbeiten…und für welche großen Namen sie in ihren großen Studios werkeln…mit welch opulenter Technik da ans Werk gegangen wird…und…und…und…

Auch wenn ich immer behaupte dass ich keine Vorbilder habe…gibt es da draussen Fotografen die meines Erachtens echt was loshaben und ein Know-How abrufen können….von dem ich noch Lichtjahre entfernt bin…da schaut man auch schon mal gerne auf die Seite was es denn so neues gibt

Okay…ich mag mich manchmal dran stören wenn da mit einem Aufgebot an Technik im Wert eines Einfamilienhauses geprahlt wird…aber heeey….jedem Tierchen sein Plaisierchen.

Bekommt man dann hinter vorgehaltener Hand…mehr oder weniger aus dem direkten Umfeld mitgeteilt…dass da eigentlich nicht viel mehr dahintersteckt als große Investitionen…und entsprechende „Macher“ im Hintergrund…wird aus der mal vorhandenen „Bewunderung“ dann doch eher ein mitleidiges Lächeln… 😀

Neee….da geht die Bewunderung dann doch wieder an die Leute…die aus dem „Nichts“ kommen….die mal als Hobbyist bei mir im Studio standen….vielleicht mal ’n Workshop mitgemacht haben…und dann von 0 auf 100 durchstarten…mit allen Konsequenzen…mit der gleichen Angst wie ich sie hatte…mit den Rückschlägen wie wir sie hier einstecken mussten…und die einfach nur EIN Ziel haben…mit ihrer Art der Fotografie Menschen zu begeistern und damit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Vor genau diesen Menschen ziehe ich meinen Hut…denn auch wenn es seeehr beruhigend ist…habe ich gelernt das Geld nicht wirklich alles im Leben ist.

Sich mit dem entsprechenden Geld wirklich alles an den Hintern karren zu lassen ist das eine…sich Träume und auch Darstellungsmöglichkeiten zu „erkaufen“ ist für mich nicht die Kunst…aber aus ein paar Kröten…einer Idee…und dem unbrechbaren Willen etwas zu schaffen…was dann auch noch Bestand hat…Holla die Waldfee…da fange ich dann auch an den Hut zu suchen…um ihn vor diesen Menschen ziehen zu können.

Auf was ich rauswill…ganz ehrlich…die Knipserei ist ein Haifischbecken…und seit der Einführung der digitalen Fotografie ist es wirklich jedem Kasper ermöglicht worden zu ansehnlichen Ergebnissen zu kommen. Einfach tausendmal auf den Auslöser drücken…und irgendwo ist was in der Masse auf den Sensor gebrannt worden was rockt.

Kameras mit gaaaanz tollen Automatikfunktionen tun ihr übriges um wirklich bahnbrechende Aufnahmen zu gestalten…*gääähn*…und wenn ich mir Moppel-Kerteien so anschaue…muss ich sagen:

„auch wenns mich irgendwie aufregt dass jeder…der in der Lage ist…ohne fremde Hilfe einen Objektivdeckel abzunehmen „Fotograf“ ist…jedes menschliche Wesen ohne Gehänge zwischen den Beinen sich als „Model“ sieht…und die Photoshopjünger…die mit fertigen Filtern „Kunstwerke“ erschaffen…“ weitermachen…schlussendlich zählt doch für jeden nur der Spass am machen…und die….die wirklich was anderes…was durchdachtes…oder vielleicht auch was anspruchsvolleres haben möchten…kommen schon von alleine zu denen die sich solchen Aufgaben annehmen…

also…lasst uns das neue Jahr neidlos beenden…lasst uns zusehen 2013 mit neuen kreativen Projekten und Ideen durchzustarten…und macht Euch mal Gedanken um ein „Miteinander“…ein Vögelein hat mir gezwitschert dass man so teilweise echt mehr erreicht als die Zeit damit zu verballern gegeneinander zu schiessen.

Meinen Hatern wünsche ich einen ebenso tollen Jahresabschluss…und ich verspreche…ich werde Euch das kommende Jahr mit genug Stoff versorgen…um Euch mein Leben weiterhin zum Mittelpunkt Eures Hasses zu machen… 😉

All‘ denen die mir, Daniela und Stefan 2012 so unter die Arme gegriffen habt…nochmals vielen herzlichen Dank für alles. Wir haben uns umgesehen….ihr seid definitiv die Geilsten!!! 😀

Meiner Familie…meinen Freunden…Verwandten…Bekannten….Kunden…Auftraggebern und weiss Gott wem noch alles…

einen guten Rutsch ins neue Jahr…viel Glück und Erfolg bei Euren Vorhaben…

Haltet die Öhrchen…und von mir aus auch alles andere steif…

Liebe Grüße

Euer Zottl

Ein letztes Abenteuer auf dieser Erde?

geschrieben von admin | Allgemein,Spezielle Fotografie | Sonntag 28 Oktober 2012 18:39

Die letzten Monate habe ich meinen Blog leider sehr vernachlässigt, es war einfach so viel zu tun… dass ich echt ins straucheln kam und die Zeit es einfach nicht mehr hergab…

Nach Dubai…der Erföffnung von Studio-World…und einigen interessanten Projekten…steht nun wieder etwas an was mich doch innerlich sehr bewegt…und beschäftigt.

Ich muss etwas weiter ausholen…und schiebe den geneigten Leser dazu ein paar Jahre zurück…ich durfte im Alter von ca. 7 Jahren einen 1974 gedrehten Film von Tierfilmer Jamie Uys sehen… der den ansprechenden Titel: „Die lustige Welt der Tiere“ trug .Manch‘ einer mag sich noch erinnern wie Horden an Viechern sturzbetrunken durch die Steppe eierte….weil sie gärende Früchte des Marula Baumes futterten…und egal ob Affe oder Elefant… nicht mehr in der Lage waren sich auf den Beinen zu halten.

Die Aufnahmen entstanden in Afrika…und wurden hauptsächlich an 3 Locations gedreht…dem Okawango Becken…der Kalahari Wüste…und dem Dreh- und Angelpunkt dieses Artikels…der Namib Wüste.
Genau diese Wüste wird in nächster Zukunft eine ganz große Rolle in meinem Leben spielen. Jeder kennt die Erzählungen der Safarifotografen…der Offroad-Urlauber…den Abenteuerlustigen die auf offiziellen Straßen durch Touristik-Abenteuer-Gebiete ziehen…um ein wenig des besonderen Süd Afrikas mitzunehmen und zu erleben.

Es gibt aber auch Menschen…die ähnliches tun…nur eben 5 Spuren härter, hier geht es nicht drum ein wenig Abenteuer zu erleben…sondern um Menschen…die (ich bin jetzt mal böse) so einen anner Rassel haben…dass da der letzte Funken an normaler Denkweise wohl schon vor Jahren verraucht ist.

Nix einfach nur unebene Straßen, ein bissi Hügel…ein bissi berg…neee…sondern mitten durch…ohne Netz und doppelten Boden… nicht auf Distanz sondern mitten rein (ins Vergnügen?)…kurzum…einmal das rundum Sorglos Paket für Menschen denen „normal“ schlichtweg zu langweilig ist.

Soweit so gut…müsste mich ja nicht wirklich interessieren…eeeeigentlich…nur kam da eben ein Team auf mich zu…mit den Worten:

„Wenn es jemanden gibt…der so Banane ist das von vorne bis hinten auf Foto und Video zu bannen…dann DU!“

Ja neee…is klar…dafür bin ich natürlich soowas von geschaffen…

– ich habe Schiss vor Spinnen…und allem was so an Ungeziefer um einen herumkriecht…
– bin DER Angriffspunkt für Schnaken, Moskitos und ähnlichem Ungeziefer
– mag Löwen lieber hinter Gittern…als direkt vor meiner Nase
– hab Höhenangst…(darauf wird man später noch zu sprechen kommen…was die mit mir vorhaben ist ist vorsichtig gesagt: „Autsch“)
– bin seeehr wählerisch was mein Futter angeht…(kann im Busch und in der Wüste echt doof werden)
– und ich leider viel zu neugierig um sowas abzulehnen… *gg*

Noch steckt zumindest für mich alles in den Kinderschuhen…aber es handelt sich um eine…ööhm…nennen wir es „extremere Expedition“ die sowohl die Landschaft…die Action der
Abenteurer und natürlich die entsprechende Tierwelt festhält.

Thorsten Primke ist der Mann der dieses Projekt aus dem Boden gestampft und in akribischer Kleinarbeit organisiert hat. Jahrzehntelange Offraod-& Extremtouren sind sein Ding. Bergauffahrten die (zumindest für mich) jenseits der physikalischen Gesetze gemeistert werden sind für ihn ebenso Standard wie auch das Überleben in heftigster Umgebung.

Ich gebe es zu…jaaa…ich habe (ein bissi?) Bammel…es sind Reiseetappen geplant die…nennen wir es mal…“etwas speziell“ sind…sowohl von Grundlage…dem was einen dort erwartet…als auch dem…was die Gesamtumstände angeht…nur…zu wissen dass man derjenige ist…der vielleicht wirklich einzigartiges Filmmaterial mit nach Hause bringt…genau DAS dokumentiert hat…was so ein paar angstbefreite Abenteurer für einen Trip auf sich nahmen…ist für mich ein unbeschreiblicher Reiz.

Es ist nicht so dass diese Leute sich blindlings in so etwas stürzen würden…die Zeit die alleine in der Vorbereitungsphase verblasen wurde ist schon heftig…und einfach soooo ins Abenteuer stürzen wäre schlichtweg hirnlos. Hier werden alle Eventualitäten in die Betrachtungsphase gezogen und alle widrigen Umstände eingeplant.

Alleine die Tatsache…dass es da unten Ecken gibt…die echt nicht spassig sind…und Viecher die man eigentlich nur aus dem Zoo kennt, und dort einfach mal so vorbeikommen um zu schauen „ob alles im Lack ist“…ist schon eine eigene Welt. Eine Etappe ist sage und schreibe gerade mal 18km lang…was für mich nach: „Kippe in den Mund…losmarschiert…in spätestens 5 Stunden sind wa da“ klingt…
Fakt ist…sollten wir es mit dem Team schaffen diese Etappe in 3 Tagen zu meistern…können wir uns schon mal den goldenen Stempel auf die Stirn tackern lassen…dann wären wir die schnellsten weltweit.

Nehmen wir ein anderes Beispiel…einen von Namibsand-Dünen umschlossene Tonpfanne…mit einer Tagesinnentemperatur von 68°C…und einer Nachttemperatur von -15° (in Worten: MINUS Fünfzehn Grad)
Ich sage mal so…es hat seine Gründe wieso selbst Beduinen dieses Gebiet einfach mal aus der Karte streichen… *g* Aber ich sorge vor…und nehme dicke Strümpfe mit. *zwinker*

Am meisten reizt mich das Thema Tiere, nicht dass mich Land und Leute nicht auch jucken würden, aber ich durfte schon vorab teameigenes Bild- & Videomaterial sehen, was jetzt einfach mal so „nebenbei“ entstanden ist. Schon alleine DAS ist ein Thema womit man mich extremst begeistern konnte und mich zum „ja“ bewegen.

Aktuell sind wir gerade dabei die Technik auszuloten um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein…wenn man schon so abgefahrene Möglichkeiten bekommt…muss auch das technische Backend stimmen…und genau daran wird gerade gearbeitet. So wenig wie möglich Gewicht, bei maximaler Effektivität lautet das Ziel…also schauen wir mal…was da noch ins Haus muss um das alles erfüllen zu können.

So nach und nach werde ich immer mal wieder weitere Infos veröffentlichen…und erhoffe sogar eine kleine Videodokumentation die auch den Blick hinter die Kulissen ermöglicht…nicht nur das große tolle was so im Vordergrund passierte.

Drückt mir die Daumen dass wir da mit DEM Material an Foto und Video rausgehen was wirklich klatscht…ich bin echt gespannt was mich da unten erwartet.

Liebe Grüße

Euer Zottl

Einzelcoachings – Fragen über Fragen

geschrieben von admin | Allgemein,Bildbearbeitung,Spezielle Fotografie,Studio & Technik | Montag 30 Juli 2012 11:49

Nachdem ich immer wieder auf meine Trainings und Einzelcoachings angesprochen werde und da natürlich viieeele Fragen auftauchen…habe ich mir gedacht ich tippere einfach mal quer Beet zusammen was denn da so im Dauerzustand auftaucht. Zuallererst taucht natürlich immer die Frage nach dem Preis auf…und immer antworte ich: „Das kommt darauf an was Du denn genau willst…und brauchst.“

Ich kann nicht sagen: „Ein Einzelcoaching kostet Betrag „X“…denn soetwas geht nur bei Fotografen die bei einem solchen Coaching mehr oder weniger ein „fertiges Programm“ abspulen.

Mir liegen 2 Sachen sehr am Herzen…zum einen die Fotografie an sich…und zum anderen…dass ich bei einem Training oder einem Coaching so individuell auf die Belange und Bedürfnisse meiner Schützlinge eingehe…wie es in einem Workshop niemals möglich wäre.

Bei einem Workshop treffen bis zu 8 begeisterte Amateurfotografen aufeinander…jeder mit seinem eigenen Leistungslevel…und dementsprechend kann man innerhalb eines Workshops sicherlich eine Thematik abhandeln…aber nie so detailliert auf den einzelnen Fotografen bezogen wie ich es gerne machen würde.

Bei einem Einzelcoaching betreue ich Schützlinge auf dem Leistungsniveau von: „Ich habe gestern eine Kamera geschenkt bekommen…zeig‘ mir doch mal wie man da jetzt im Heimstudio richtig coole Shots rausholt“ bis hin zum Fotografen mit 15 Jahren Berufserfahrung…der schlichtweg auf seinem Leistungslevel „festgefressen“ ist…dem es an der Motivation fehlt sich neu aufzubauen, aus seinen Möglichkeiten ein Loch hat neue Bildideen zu entwickeln…oder dem schlichtweg der Drive fehlt neue Lichtsituationen zu bauen.

Jedes Einzelcoaching ist bei mir so individuell wie mein Schützling, der dieses bei mir bucht…und genau da setze ich an.

Ich habe 1 Tages-Coachings ebenso im Programm, wie komplette Wochenenden die über 30 Stunden hinaus andauern. Allen Coachings gemein ist, dass ich es von Grund auf so halte dass nicht auf die „Ich Chef…Du nix“ Tour baue…man sich vor mir auf die Knie werfen muss…um dann doch die kleinen Tipps und Kniffe vorbehalten werden.

Jeder hat seine eigenen Wünsche…Richtungen und Ziele, und genau diese nehme ich mir sehr genau vor. Erarbeite Konzepte was denn genau auf den jeweiligen Schützling zugeschnitten ist.

Hier gibt es kein: „ich traue mich nicht zu fragen…“ ganz im Gegenteil, wenn ich merke dass da was im Busch lauert…aber noch nicht herauswill…dann hake ich nach…wenns sein muss auf 10 Wegen bis es draussen ist.
Ein Coaching ist auch keine Schulstunde die dann „hoffentlich bald rum ist“…erst vor kurzem hatte ich jemanden bei mir ein ganzes Wochenende im Studio der extra für dieses Coaching aus der Türkei anreiste. Ich werde mit Sicherheit einen Quark tun um jemanden das Geld aus der Tasche zu ziehen um ihn dann mit einem Halbwissen nach Hause fahren zu lassen.
Bei diesem Coaching endete der Samstag morgens um 04:00 Uhr…einfach weil mein Schützling das Wissen aufsog wie ein Schwamm.

Andere kamen um 18:00 Uhr zu mir und sagten: „okaaay…für heute habe ich genug Infos, wir machen morgen weiter.“ Beides ist für mich kein Problem, wichtig ist mir dass meine Schützlinge mit dem was sie von mir bekommen zufrieden sind.

Besonders Stolz macht mich die Tatsache, dass ich heute noch zu jedem einzelnen der ein Coaching bei mir buchte, ein sehr enges freundschaftliches Verhältnis pflege.

Der eine möchte seine Skillz in Sachen Lichtführung im Bereich Fashion ausbauen, ein anderer möchte Glamourportraits angehen die so richtig rocken. Wieder andere suchen Unterstützung in der Bildbearbeitung und auch wenn es darum geht das entsprechende Licht für den Ausbau des eigenen Studios zu erwerben, führt teilweise über Einzelcoachings.
Hier wird der Grundriss des eigenen Studios als Grundlage genommen um genau auf dieser Fläche alle Möglichkeiten der Lichtsetzung auszuloten.

Was immer eine Rolle spielt, und von mir immer vorgeschlagen wird ist das Thema „Kommunikation mit dem Model“. Wie sorge ich dafür eine gewisse Grundsicherheit gerade in der Startphase eines Shootings zu bekommen? Wie unterstütze ich ein Model in Sachen Posing? Gibt es Grundposen in die ich wirklich jeden Menschen stopfen kann und er dann „gut aussieht“?
Wie verhalte ich mich wärend des Shootings, auf was sollte ich als Fotograf achten und wie kann ich die Zeit der ersten Befangenheit verkürzen?

All diese Sachen bleiben nicht aussen vor, sofern gewünscht. Ebenso zeige ich wie man unterstützend eingreift, wenn das „Model“ Klamotten aus dem Zylinder zaubert die man sooo eigentlich nicht ablichten würde. Wie kann man mit einfachen Mitteln einem recht „langweiligen“ Bildchen mehr Pep verleihen? Und wie schaffe ich es meinen Aufnahmen einfach mehr Glanz und Glamour oder ganz im gegenteil mehr mystischen Look zu verleihen?

Das Thema Bildlook ist sehr wichtig, ebenso gehe ich sehr ausführlich auf das Thema Bildschnitt und Bildaufteilung ein…sofern gewünscht.

Auch wenn man sagt: „Bei einem Coaching sind die entstehenden Bilder nicht so wichtig“…ballere ich da voll dagegen. Meine Schützlinge gehen nach einem Coaching mit Aufnahmen nach Hause die das neue Level direkt mal vor Auge führen.

Auch die Grundlagen für Fotografen die sich gerne auf eigene Füße stellen möchten werden auf Wunsch gerne abgehandelt. Wie sieht entsprechendes Marketing aus? Wie kann ich mich im Haifischbecken wie Facebook und Co. neu und „weiter oben“ platzieren? Wie komme ich an Aufträge und Jobs bei Großkunden? Auf was muss ich achten wenn ich mich als Fotograf in die Selbständigkeit stürze?

Man sieht, die Fotografie stellt viele Fragen, egalb ob auf technischer Seite, der Postproduktion oder dem Aussenherum. All dies muss individuell auf den Einzelnen Schützling optimiert und angepasst werden. Nur so ist auch sichergestellt dass wirklich jeder aus einem solchen Coaching geht und genau das bekommen hat was er auch wirklich braucht.

Ebenso individuell ist da auch die Preisgestaltung. Es gibt Trainings die bei ca. 500 EUR losgehen…aber auch Vollgas-Coachings die ein paar Taler mehr verlangen um all‘ das so zu vermitteln wie der Schützling es braucht.

Man darf eines nie vergessen…auch wenn solche Preise erstmal schocken…gerade die Wochenend-Coachings geben dem ambitionierten Fotografen die Möglichkeit eine seeehr lange Zeit an Trial & Error zu überspringen…und gerade diese Zeit kostet mit Sicherheit einiges mehr an (Lehr-) Geld als ein Coaching, was perfekt auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Natürlich beantworte ich auch weiterhin gerne Fragen zum Thema Training & Coachings, denke aber hier mal einen kleinen Überblick verschafft zu haben was denn da so im Hintergrund eine Rolle spielt.

Ganz viele liebe Grüße

Euer Zottl

Achja…als Abschluss des Romans noch ein paar Bilder die bei meinen letzten Einzelcoachings entstanden sind… 🙂

Bergstraße zeigt Courage

geschrieben von admin | Allgemein | Dienstag 22 Mai 2012 07:37

Niemand wird mit Hass oder Intoleranz geboren, solche negativen Tendenzen entwickeln sich aus Erfahrungen.

Ich denke jeder kennt sie, die Momente an denen man denkt: „sach‘ ma…gehts noch?“ wenn unsere Politiker wieder mal irgendwelche Paragraphen zurechtgebügelt haben die Menschen bevor- und benachteiligen. Politische Themen möchte ich eigentlich gar nicht anschneiden, aber vielleicht ein wenig „Material“ zum nachdenken mit auf den Weg geben.

Viele Leute kennen mich von früher, und ich weiss dass es Zeiten gab an denen man diverse Themen vielleicht besser nicht auf den Tagesplan rief…wenn man mich nicht völlig aufbrausend, schon fast agressiv und lautstark meine Meinung (die nicht viele Mitmenschen teilen wollten) um die Ohren geprügelt bekam.

„Jeder hat ein Recht auf meine Meinung“ hätte man bezeichnen können was ich gerne auslebte…doch es hat sich vieles geändert.

Es ist verdammt leicht jemandem „Schuld“ in die Schuhe zu schieben, die Nutznieser sind, wenn Paragraphen…zum Vorteil der einen gestrickt werden und zum Nachteil von „uns“…dem Otto-Normal-Verbraucher…der eigentlich nur sein Leben bestreiten will, jeden Tag buckelt um weiter zu kommen um an den Wochenenden vielleicht ein bisschen Ruhe zu geniessen.

Ich für mich habe gelernt, dass es nicht unbedingt immer die Nutznieser sind, denen man mal gehörig eine auf den Deckel geben müsste…sondern die…die dafür verantwortlich sind dass es zu einer „ungerechten Verteilung der Möglichkeiten“ kommt.

Natürlich gibt es auch die „Spezialfälle“ bei denen ich sage: „nicht überlegen…weg damit…“ aber wirklich verallgemeinern? Das was ich selbst jahrelang auf meine eigene Art und Weise durchlebt habe, hat sich für mich geändert. „Schuld“ sind prinzipiell immer die anderen – ist klar – man selbst ist immer lieb, gut und bemitleidenswert. So zumindest sehe ich die „Hülle“ vieler Mitmenschen…und ja…auch meine eigene.

Spätestens wenn man die Möglichkeit hat, einen Blick hinter die Kulissen mancher Familienumstände zu bekommen, ist es gut möglich dass sich Denkweisen ändern…wenn man sich vor Augen führt dass das, was hier teilweise durchlebt wird nichts ist, was wirklich Spass macht.

„Toleranz“…ein tolles Wort welches aber immer wieder zweigeteilt wird…denn ich behaupte ein „Miteinander“ ist immer möglich, wenn die einzelnen Parteien es wollen.

Dass ich nicht toleriere wenn sich einer aufführt wie die Axt im Haus sollte klar sein, jemanden direkt zu verurteilen ohne auch nur einen Funken an Backgroundinformationen ist leicht…aber passend?

Jemand der MIR die Möglichkeit gibt ICH sein zu dürfen, hat schon mal Respekt verdient, den ich für mich ebenfalls beanspruche. Das Leben funktioniert gemeinsam nur mit Regeln, bei denen jeder seinen Teil an „Leben“ bekommen sollte.

Und genau so versuche ich ebenfalls zu leben…ich gehe soweit ich kann erstmal positiv auf Menschen zu und „gebe die Chance“ zu beweisen dass ein mit- oder nebeneinander mit mir möglich ist. Dass ich nicht in die Luft springe vor Freude, wenn sich da jemand dann völlig neben der Spur benimmt ist klar…nur möchte ich heute jedem die Möglichkeit einräumen zu beweisen dass er es wert ist ein „miteinander“ auf die Beine zu stellen.

Als ich also Besuch bekam und es hiess: „Du…pass mal auf…wir planen dies und das…und suchen noch Leute die das Ganze attraktiver machen…wäre das was für Dich?“ wurde nicht lange überlegt…“ja…gerne.“

Wenn man schon stolz auf sein Team sein kann, verdammt harte Tage nach dem Bau und dem Startschuss unseres Studios auf sich genommen hat, kann man da sicherlich gemeinsam auch bei „Bergstraße zeigt Courage“ zeigen, dass wir unsere Jobs lieben, offen sind für unsere Mitmenschen…und auch gemeinsam mit anderen etwas tolles erleben wollen.

Ja…es wird hart werden da an dem Tag für uns so einiges zusammenkommt, aber wir geben unser möglichstes, um alles was an diesem Tag passiert multimedial festzuhalten und den Gästen so einige Goodies an die Hand zu geben.

Zum 4. mal findet die Veranstaltung „Bergstraße zeigt Courage“ statt, zum ersten mal mit uns. Ob alles klappt wie wir uns das wünschen steht noch in den Sternen, aber locker lassen wir sicherlich nicht.

Stefan wird einen Photobooth shooten – jeder der etwas mitzuteilen kann kann mit einem Plakat, Transparent und was auch immer zu uns kommen, und wird in einer Fotostrecke festgehalten die am Ende die Meinungen und Wünsche unserer Mitmenschen aufzeigt.

Daniela Pietralla liess es sich nicht nehmen in unserem Zelt dafür zu sorgen dass die Kinder kostenlos mit tollen Facepaintings über den Platz rauschen dürfen.

Meine Wenigkeit plant mal wieder etwas aussergewöhnlicheres, ich muss aber zugeben dass es diesmal nicht so gaaanz an mir hängt ob alles klappt…weshalb ich mich hier noch nicht so wirklich auslassen werde. Es wird stressig werden, wir werden wohl Nachts auf dem Zahnfleisch in die Betten krabbeln…aber wenn der Wettergott mitspielt, stehen die Chancen mehr als gut eine Veranstaltung zu erleben die wirklich rockt.

Auch wenn wir als Team an dem Tag wohl nur an unseren Klamotten zu erkennen sind, sollte es aber problemlos möglich sein immer jemanden von uns in unserem Zelt zu finden. Jeder der uns mal live kennenlernen möchte, hat an diesem Wochenende die Möglichkeit dazu.

Als besonderes Highlight konnten die Veranstalter den Rapper Fard für diesen Event begeistern, der es sich nicht nehmen lässt am 23. auf der Bühne zu stehen. Der Gladbecker Ruhrpott-Rapper hat iranische Wurzeln und erzielte seinen „Durchbruch“ bei Feuer über Deutschland als er Bendt im 1 on 1 Battle ziemlich alt aussehen liess.

Ich sehe nicht so aus, aber ja…ich habe einen Bezug zu Hip-Hop und egal wie oft auch diverse „Piep-Worte“ in den Rhymes zum Einsatz kommen, man sollte sich einfach mal vor Augen führen inwieweit sich diese Jungs mit der deutschen Sprache beschäftigen. Hier fallen Worte die manch‘ einem echte Probleme im Verständnis bescheren können.

Meine Hoffnung: Bis zum 23. mit einer Video-Ausstattung am Start zu sein und mit technischen Spielzeugen die uns einen Videoclip bescheren wie man ihn von einem Event sicherlich nicht alle Tage zu sehen bekommt.

Als kleine Besonderheit ist Studio-World.de als Hauptsponsor des Events eingesprungen und hat so einiges in die Tombola geworfen.

Abgesehen von diversen Portrait-Shootings haben wir als Hauptgewinn ein Vollgas-Shooting incl. aller erdenklichen „Specials“ freigegeben.

Wir würden uns freuen wenn wir zahlreiche Gäste bei diesem Event begrüßen dürften und wenn der Wettergott uns keinen Strich durch die Rechnung macht.

Leute, wir sehen uns…

Liebe Grüße

Euer Zottl

Elfe, Beauty und ’n bissi Fashion?

geschrieben von admin | Allgemein,Models & Shootings | Montag 2 Januar 2012 14:47

Wir planen innerhalb von Studio-World eine spezielles Shooting-Angebot welches wir auch mit diversen Plakaten bewerben wollen. Die Thematik hat was mit „Fantasy“ zu tun, also musste da ein Bildchen her. Da wir schon einen „Zwerg“ für das Plakat (für die männlichen Interessenten) abgelichtet hatten, fehlte nun der weibliche Gegenpart. Also musste eine „Elfe“ her. Joooah…mal eben so auf die Schnelle isses gar nicht so einfach ’ne Elfe aus dem Boden zu stampfen. Also mussten wir den Aufwand begrenzen und einigten uns daß wir hier auf eine Portraitschiene setzen würden.

Da dieses Shooting (wie fast alle eigenen Projekte) bis gestern fertig sein sollte, musste also ein ultrakurz verfügbares Model her. Blond, hellhäutig, markante und zarte Gesichtszüge…also Sandra angebimmelt: „Eeeeey…haste eben mal ’n Minütchen um ’n Bild zu machen?“ Kaum aufgelegt trudelte sie auch schon ein. Für’s Make-Up & Hairstyling musste Megi Kertusha herhalten. Die sich in der Vergangenheit durch tolle und kreative Arbeiten beliebt gemacht hat.

Kaum im Studio dann das Problem: „wie soll’n das jetzt aussehen?“ Gute Frage…also ich hätte gerne „Leichtigkeit gepaart mit irgendwas markentem…“ Mehr konnte ich zu dem Zeitpunkt auch nicht sagen…auch wenns als Vorgabe jetzt nicht pokalverdächtig war…

Megi fing an zu pinseln…toupierte die Haare in die Höhe…und begann mit (von mir eigentlich gehassten) Glitzersteinchen loszulegen. Als Sandra dann den „Look“ hatte hakte es am „Kostüm“…
Da wiederum konnte ich eingreifen. Eine Halskrause über die Schulter geworfen…ein bissi Tüllstoff aussenherum drapiert…einen Stoffetzen um den Hals…ein bissi Schmuck…fertig. *g*

Hätte das jemand „am Stück“ gesehen hätte wäre man sicherlich versucht gewesen mich direkt einliefern zu lassen…aber ich wusste ja wie ich die Bildchen beschneiden würde um da nichts anbrennen zu lassen.

So wurde dann aus der gemeinsamen Kreativität heraus ein lockeres und auch längeres Shooting mit Ergebnissen die auch für mich nicht ganz alltäglich sind.

Auf jeden Fall haben wir unser Werbebildchen…und auch ein paar nette Shots für Sandras Book.

So muss das sein…und so macht’s auch Spass… 🙂

Nachfolgend ein paar der Schüsse.

Liebe Grüße

Euer Zottl

Anmerkung: das mittlerste und ganz rechte Bild der obersten Reihe, sowie das letzte der Galerie bitte einfach nicht beachten, weiss der Geier wieso mir die Technik da schon wieder einen Streich spielt.

und wieder ist ein Jahr vergangen…

geschrieben von admin | Allgemein | Samstag 24 Dezember 2011 11:29

Seit genau einem Jahr liegt auf meinem Blog ein Artikel verborgen…den ich mitten im schreiben abbrechen musste. Ich schrieb gerade den Satz „man muss die Augen nach vorne richten…sollte positiv gestimmt nach vorne schauen…als das Telefon klingelte. „Komm‘ schnell…Deinem Vater gehts nicht gut…wieder das Herz.“
Es spielt keine Rolle ob Weihnachten oder nicht, so wie das Thema „meine Eltern“ lautet…ist mit mir nicht mehr normal zu reden.

In dem Moment dachte ich…“Du willst den anderen erzählen geradeaus zu schauen? Immer versuchen positiv zu denken? Irrsinnig…wenn es doch immer wieder Momente gibt die einen so richtig umwerfen.
Dieses Jahr schreibe ich meinen Blogabschluss etwas anders thematisiert…da ich für mich ausgemacht habe dass es kein Unding ist auch mal die Flügel hängen zu lassen…wenn gerade mal wieder alles zusammen kommt.

Dieses Jahr ist so besonders… weil meine „Rückschau“ auf das Vergangene gleichzeitig ein Hoffen auf das ist, was gerade frisch entstanden ist. Prinzipiell dürfte ich sicherlich nicht motzen…ich habe zusammen mit meinem Team tirisch starke Projekte umgesetzt. Wir haben starke Kunden zu deren Begeisterung bedient und mit teiweise echt abgedrehten Aufnahmen bestückt. Dann der Riesenschlag: Dubai…und eine Erlebnisreise die sicherlich unvergessen bleiben wird. Wir durften Dubai so erleben wie anderen nur davon träumen können und unter Bedingungen arbeiten wie man sie sicherlich nicht jeden Tag vorfindet.

Direkt nach Dubai kam dann die Sache mit „Studio-World“…dem neuen Studio und dem (Aus-)Bau des Ganzen. Machen wir uns nichts vor…ich denke der Mensch der so ein Projekt mal eben „nebenbei“ wegsteckt, muss erst noch geboren werden.

Bei mir war’s mitten in der Bauphase…die psychische Belastung zu hoch…die Planungen…die Budgetierungsverwaltung…Illuminate-Flashsystems…zwischendrin noch ein paar Jobs und Videodrehs…
und schon zeigte sich wie schnell ein Körper sagt: „Bis hierher…und nicht weiter.“
Zusammenbruch vom Feinsten…aber Vollgas. Ganz ehrlich? In DIESEM Moment die falschen Menschen im Boot…und das Leben ist gelaufen. Klingt hart…wäre es in dem Fall aber wirklich.
Wenn man als Head eines Teams wegbricht…gibt es nur 2 Möglichkeiten: Das Team versagt und alle Pläne sind zum scheitern verurteilt…oder das Team klemmt sich mit Kopf dahinter und zeigt dass da wirklich Power dahintersteckt.

Da wurden Pläne aus den Schubladen geholt…eigenverantwortlich auch ein paar Sachen bestimmt die mit Sicherheit nicht so einfach über den Kopf des „Machers“ entschieden werden sollten, aber es sind immer die Umstände die bestimmen wie was läuft.

So nebenbei wurde dann noch Krankheitssymptome bei mir entdeckt bei denen das Wort „Spass“ sicherlich nicht angebracht ist…und ich zugeben musste…panisch zu werden…und da hieß es dann zukunftsträchtig handeln.

Thema: Illuminate-Flashsystems…es ist bekannt dass Illuminate Flashsystems meine Leidenschaft ist…die mich weitaus mehr Geld gekostet…als der Spass jemals eingespielt hat.
Dennoch reden wir von Kunden…die dem Ganzen vertrauen. Und spätestens wenn man sich eingestehen muss dass man durch seinen gesundheitlichen Tiefschlag und der Tatsache dass da einige Aufträge am rutschen sind…nicht mehr alles so rundläuft…muss man neue Wege bestreiten.

Es KANN nicht sein dass ICH Stunden am Tag damit verbringe Kartons zu packen, den Versand abwickle…mich um Beratungen kümmere und mit Leib und Seele die gelben Blitzköpfe vertreibe…wenn ich diese Zeit definitiv gewinnbringender einteilen kann.

Illuminate loszulassen? Für mich auch nicht wirklich möglich…also musste der Shop abgegeben werden und der Vertrieb ebenso. Ich will das machen was ich kann…und was mich nicht auffrisst. Dazu gehört das beraten…das promoten…das „Alarm“ machen…usw. aber halt nicht das Päckchen packen….bin ja nicht der Weihnachtsmann. 😉

Zwischenzeitlich ist die neue Ware eingetroffen…(auch diese überlange Wartezeit hat mich böse zurückgeworfen) und Daniel Paulitz hat wieder die Hand auf dem Online-Shop. Dies scheint uns die ideale Kombination zu sein. Ab Januar etsteht wohl bei Studio-World das Illuminate-Flashsystems Test-Center…und wenn alles klappt kommen da auch noch ein paar nette Goodies dazu.

Was mich besonders geflasht hat war die Tatsache dass ich in einer recht kurzen Zeit einigen mir völlig neuen Menschen vertrauen musste…was für mich nicht wirklich einfach ist.

Diese Menschen haben in einer sehr kurzen Zeit bewiesen dass es echt noch „Hilfe“ gibt, wenn Situationen zusammenbrechen und diese im ersten Moment unüberwindbar scheinen.
Ich möchte nichts dramatisieren…aber wenn es um die 2 möglichen Schalterstllungen „On-Off“ geht…und das „Off“ nicht weit entfernt steht…braucht man Menschen die wissen wie man einen kranken Kopf wieder hinbiegt.
Hut ab, was sich da in einer kurzen Zeit abgespielt hat…und vor allem…was hier an neuen Kontakten entstand…die in einer sehr kurzen Zeit sehr intensiv und extremst auf „einer Wellenlänge“ ablaufen…

Was ich damit sagen will?

Es wird nie alles rund laufen…und…auch wenn die Situationen im ersten Augebblick aussichtslos erscheinen…wird sich immer ein Weg finden diesen Lebensmist zu meistern. Ich behaupte nie dass so etwas einfach sein muss…aber auch nicht dass es unmöglich ist.

Auch wenn ich immer wieder behaupte keine Freunde zu haben…hat sich doch beiwesen…dass in sehr besch“eidenen“ Zeiten Menschen da sind…die nicht nur um Dich herumschwirren weil sie was von Dir wollen um Ihren Profit zu steigern…sondern die zum Teil selbstlos mit einsteigen um einen wieder auf die richtige Bahn zu schieben.

Mit meiner Familie im Background…meinem Team welches dieses Jahr gegen Ende sicherlich nicht wirklich viel Freude mit mir hatte…und den Menschen die mir völlig neu in ganz kurzer Zeit so „nah“ geworden sind…konnte das Allergröbste gemeistert werden.

Es werden sicherlich auch noch ein paar schwierige Tage folgen…aber solange man nicht völlig alleine dasteht…sollte auch das zu meistern sein.

Ich für meinen Teil vrsuche trotz allem, was da noch unrund läuft, positiv nach vorne zu schauen…und werde mich meiner Tränen nicht mehr schämen…wenn ich für mich ausmachen muss dass irgendetwas so auf der letzten Rille läuft dass es eben so kommt wie man es sich nicht wünscht…it is oly God who can judge us…

Wichtig ist…immer zu versuchen das positive mitzunehmen…und wenn es nur die Erinnerungen an die schönen Zeiten sind…denn DIE…kann einem niemand nehmen…

Euch allen ein fröhliches Weihnachtsfest…ein paar besinnliche Tage und meinen Dank an meine Famile…
mein Team allen voran Stefan und Daniela…der Crew vom Printhouse die mit uns ja auch noch so ihre „Schwierigkeiten“ haben…
und all‘ denen die in der Zeit meiner „Downphase“ hinter mir standen…

Für die Zukunft alles an Glück, Erfolg und gerade und gerade aus meiner Sicht GESUNDHEIT…(is echt verdammt wichtig…auch wenn irgendwie Geld immer an erster Stelle steht…)

Ganz viele liebe Grüße

Zottl

Visionen und Träume…nur Schäume?

geschrieben von admin | Allgemein,Studio & Technik | Sonntag 9 Oktober 2011 11:51

Nicht falsch verstehen, ich möchte hier keinen Jahresrückblick schreiben…auch kein Gejammere wie sehr ich doch im Zeitdruck bin…oder wieso es momentan an vielen Ecken und Ende stockt. Dennoch sollte ich mal einen Einblick geben wieso meine telefonische Erreichbarkeit leidet…Mails nur sehr zögerlich beantwortet werden…und auch mein Blog nicht mehr dauernd mit irgendwelchen News gefüllt wird.

2011 war ein sehr aufregendes Jahr, viele tolle Jobs…viele neue Kunden…und viele neue Erfahrungen. Wir haben mit Illuminate-Flashsystems so einiges gerissen, haben in Dubai einen großen Schlag gelandet…und irgendwann fragte mich jemand: „sag‘ mal Zottl…wie ist das eigentlich…wenn man als Fotograf so vorwärts schiesst?“ Ganz ehrlich…ich für meinen Teil sehe es nicht wirklich so dass ich nach vorne geschossen bin, schon gar nicht „einfach so“. Vielmehr war es ein langer Zeitraum in dem geträumt…und Visionen auf den Plan gerufen wurden. Diese wurden zusammengetackert…und als Ziele auf einen Plan gepackt.

Ich für mich habe herausgefunden dass es sehr wichtig ist sich Ziele zu setzen, die man in kurz-, mittel- und langfristig abgestuft vor die Augen packt…um diese anzugehen.

Ohne eine gewisse Grundflexibilität erreicht man aber auch mit der schönst ausgemalten Zielsetzung nichts. 2 der Leitsprüche in unserenm Team lauten: „irgendwas ist ja immer.“ und „nichts ist so beständig wie die Planänderung.“

Die…die schon mit uns zusammengearbeitet haben…wissen dass wir immer und immer wieder mit Problemchen konfrontiert wurden, die ein großes Maß an Improvisation unabdingbar machten.

Also nur hinsetzen….träumen…und sich wundern wieso der Erfolg auf sich warten lässt, ist nicht das was einen weiterbringt.

Vielmehr war es bisher so daß wir ein Ziel vor Augen hatten, welches wir gerne auf dem direkten Wege angegangen wären, um dann das Ganze dann mit 3 Anläufen und 26 Umwegen starten mussten…um dem Ziel zwar Nahe zu kommen…aber die Zielsetzung sich dann auf dem Weg veränderte…was wiederum die anderen gesteckten Ziele auch wieder in andere Bahnen lenkte.

Ein Teufelskreis. *gg*

Eine weitere Frage die sich mir stellte lautete: „wieso fotografierst Du?“…und meine Antwort sorgte für große Augen: „weil ich das Geld nicht habe um zu filmen…“
und ja…diese Antwort ist mein Ernst. Ich sehe mich nicht als der geborene Fotograf, vielmehr habe ich etwas gefunden was meinem Ziel zumindest nahekommt.

Ich habe vor Jahren Projekte in der Musik-Video als Kameramann unterstützt. Hatten da ein geiles Team am Start und drehten für Nachwuchskünstler deren ersten Clips.
Das Projekt löste sich auf, als einer der fähigsten Leute des Teams aus den USA abgeworben wurde…und seitdem fester Bestandtteil der 3D- und Special FX-Sparte der großen Produktionen wurde.

Im filmerischen Bereich kann ich weitaus kreativer sein als in der Fotografie. Ein Satz der mich immer wieder zur Weißglut bringt: „Bilder müssen eine Geschichte erzählen…“

Meine Fresse…wenn ich sowas höre könnte ich mir die Haare einzeln aus der Schädeldecke zerren. Meist kommt so ein pseudo-romantisches Geschwafel von denen die sich dem technisch peinlichen Geknipse nackter Frauenkörper verschrieben haben. Da werden Popos und Hupen so grottig schlecht in Szene gesetzt…hauptsache da ist’n nacktes Model uffm Bild…und da man sich seltenst gerne als Gestalter von Rubbelvorlagen bezeichnet…ist es halt Kunst…und erzählt Geschichten in Bildern. Ja neee…is klar…

Wenn man mit Bildern Geschichten erzählt…dann mit bewegten Bildern…sprich…Filmen. Zumindest sehe ich das so.^^

Tödlich wäre es für mich…wenn ich mich einzigst und alleine auf einen einzigsten Bereich festlegen müsste. NUR fotografieren…oder NUR Bilder bearbeiten…das wäre für mich Horror. Je mehr kreative Bereiche innerhalb meines Schaffens zu füllen sind, umso mehr Spass habe ich an dem was ich mache.

Natürlich liebe ich die Fotografie, keine Frage…aber tief in meinem Herzen ist es der Mediengestalter der immer wieder nach neuen Aufgaben verlangt. Ab und zu mal eine Webseite bauen, einem Kunden eine corporate Identity verabreichen, Plakate und Poster gestalten, Videos drehen und schneiden…und ja…ich liebe auch so einfache Aufgaben wie Folienschriften zu plotten…Großdrucke zu veranlassen und auch mit den gemachten Bildern Werbematerialien zu erstellen.

Die wenigsten wissen dass ich diese Bereiche ab und an übernehme…aber wie könnte ich sowas öffentlich machen? Mein Studio ist ein umgebauter Stall auf einem Bauernhof…schwer zu finden…zwar toll aufgeteilt…aber von der Größe her zu klein um all das, was ich für meine Kunden machen könnte…auch wirklich abreißen zu können. Auch die Präsentation von Illuminate-Flashsystems…meiner absoluten Leidenschaft…litt unter dem mangelnden Platzangebot. Und gerade wenn es um Einzel-Coachings geht…wünschte ich mir schon oft einen größeren Spielplatz…um meinen Schützlingen auch mal ein paar aussergewöhnlichere Shots mit auf den Weg zu geben.

Wie geil wäre es wenn mein neuer Spielplatz alles bieten würde? Fotografie, Bildbearbeitung, Werbemittelgestaltung, Projektplanung, Make-Up Artist & Haircenter, Großdruckmöglichkeit, Plotter die von Werbeschriften bis hin zu Digitaldrucken alles abhandeln was rockt? Wenn man die Fotografie so ausbauen würde um den dazugehörigen Rattenschwanz in-House abwickeln könnte?

Man stelle sich vor…ein Kunde kommt mit einem Werbeauftrag. Und Würde unter einem Dach alles bekommen was normalerweise viele Wege und vielseitige Kommunikation erfordern würde.

Von der Idee bis zum fertigen Druckerzeugnis in Katalogform, Plakate, Flayer oder eben auch Videos. DAS wäre doch mal was…dazu Make-Up Artists und Hairstylisten die innerhalb dieses Projekts einen festen Platz hätten um auch Ihre eigenen Projekte voran zu bringen. Workshops und Ausbildungsunterstützung für angehende Make-Up Artists wäre hier sicherlich genau so möglich, wie auch die Möglichkeit für andere Fotografen…diesen Spielraum für sich zu nutzen…um selbst Workshops oder gar Foto-Events zu starten.

Das Zusammenspiel aller möglicher weiterverarbeitenden Faktoren und vor allem, alles unter einem Dach zusamenzuführen war und ist ’ne Vision die ich schon lange mit mir herumtrage. Interessierten Fotografen unsere Lichttechnik näherzubringen, oder auch die Fotografie in Form von Trainings und Coachings weiterzugeben. Komplette Projektabhandlungen zusammenzuführen, schnellere Workflows erschaffen und die Möglichkeiten für die Kunden auszubauen. Einen Spielplatz für Kreative zu erschaffen, sei es der Bereich der Schminke, der Kaarkreationen, der Bildbearbeiter, Fotografen aller Art, auch Gesamtangebote für Jung-Modedesigner und alle die einen Start in die Selbständigkeit in einem kreativen Beruf vor sich stehen haben…die wir entsprechend unterstützen könnten. Genau DAS ist das was ich als meine bisher stärkste Vision zusammengeschustert habe.

Vor nicht allzulanger Zeit traf ich mehr oder weniger durch Zufall einen Menschen, der sich so wie ich voll und ganz der Mediengestaltung hingibt. Sein Fachbereich: Die Werbemittelgestaltung. Großdrucke, Folienschriften, Drucksachengestaltung vom Flyer über Shirts und Taschen bis hin zu den wirklich abgedrehtesten Materialien die man mit Logos, Bildchen und weiß der Geier was noch alles bedrucken kann. Am meisten faszierte mich ein Zollstock, der mit meinem Profilbild aus Facebook bedruckt und der Bezeichnung „Fotometer“ an mich übergeben wurde…da ich die Versandpakete von Illuminate Flashsystems ja vor’m versenden immer abmessen muss…und im Dauerzustand meinen Zollstock suche…bekam ich dieses Werbegeschenk…und dachte: „wow, so eine Qualität…is ja Hammer…“

Wir kamen aufs Thema Fotografie und es schien als wäre ich im Kaff bekannt nach dem Motto: „Hier soll es einen richtig guten Fotografen geben…aber kein Mensch weiß wo der sich hier in Bensheim versteckt…“

Klar…dadurch daß ich ja im eigentlichen Sinne keine Laufkundschaft abwickle…keine Passbilder, Familienbilder usw. anfertige…ist mein Bekanntheitsgrad bei der „Normalbevölkerung“ eher zweitrangig. Mein Job sind Werbeproduktionen für Mittelstandsbetriebe…und die kommen nicht auf mich…weil ich draußen am Einkaufscenter irgendwelche Werbeflyer ausgelegt habe.

Mein Visionskonzept allerdings…stützt sich ebenso auf den Otto-Normal-Verbraucher als auch auf meine bestehendenaber auch auf Neukunden. Was wäre denn, wenn man einen Spielplatz erschaffen würde bei dem Tante Helga mit Ihrem Neffen jederzeit vorbeikommen könnte…um ein paar nette Erinnerungsbilder schiessen zu lassen und auch Onkel Karl mit seinem ferngesteuerten Flugzeug ebenso nette Bildchen bekäme wie auch Kollege Schneider… dessen Riesenschnauzer auch mal in Bildform an der Wand hängen sollte.

Dieses All-in-One Konzept wurde in der Theorie immer weiter gesponnen…und ich fand mich irgendwann vor der Frage: „Was ist…willste Deinen Spielplatz nicht mit mir bei mir aufbauen?“

Ich sage mal so…über 1000m² Fläche sind schon ein Wort…davon über 350m² alleine für die Fotografie…sehr verlockend. Was den finanziellen Aspekt angeht…puuuh…das war ein psychischer Amoklauf par excellence. Klar habe ich durch Dubai ein paar Euro auf die hohe Kante legen können…und wer nicht wagt…gewinnt bekanntermaßen auch nichts. Das habe ich schon bei Studiobau Nummer 1 erlebt. Kein Geld greifbar…aber der Wunsch ein Studio zu bauen welches einem die Möglichkeit gibt damit Geld zu verdienen…völlig Panne. 2 nette Finanziers…positives Denken…und die Eigenart in sich zu tragen, egal was auch kommt den Kopf oben zu halten und sein Leben zu bestreiten…auch wenn man eigentlich unter dem rumflitzt was sich Existenz-Minimum schimpft.
Nach über 1 Jahr Durststrecke war das Thema vom Tisch…und die erste Kohle wanderte über den Tisch. Wer aber jemals sowas mitgemacht hat, wird sich sicherlich nicht drum reißen sich so etwas ein zweites mal anzutun.

Nunja…wie gesagt…diesmal war Geld vorhanden…nur war die Dimension der Ausgaben die da im Raum standen fast schon wieder so eine Teufelsfahrt wie beim ersten mal. Man soll das Glück nicht herausfordern…aber ich zähle mich zu den Menschen die sich sagen: „lieber verfolge ich meinen Traum“…trage mich mit dem Risiko das Ding an die Wand zu fahren…aber muss mich niemals mit irgendwelchen Selbstvorwürfen tragen es nicht versucht zu haben.

Joah…und seit ein paar Tagen stehe ich also mit meinen Leuten in einer Halle…kämpfe mich durch solche Themen wie: „Welchen Boden packen wir da rein…muss die Hohlkehle wirklich diese Domension haben…welche Bereiche werden von Grund auf „fertig“ gebaut…und wo bauen wir nur eine Grundlage für einen späteren Ausbau?“

Der Kopfkrieg ist abartig…die Vision aber nimmt Gestalt an. Auch wenn man nicht wirklich nach draußen poltert…sind da schon einige Stimmen die sich zwischenzeitlich gemeldet haben…und die das Pro für sich sehen…die Ideen haben…wie sie diesen Spielplatz für sich selbst in die interessante Richtung schieben…und nutzen können.

Auch wenn wir richtig Gas geben…und da sicherlich keine Handbremse gezogen haben. Man kann sich aber auch denken dass auch der straighteste Zeitplan immer wieder wegen irgendwelcher Doofs umgewürfelt werden muss.

Wir hängen dran…müssen aus diesem Grund wohl so einiges sausen lassen, was wir wirklich zu gerne mitnehmen würden. Aber alleine 1 Tag in dem in der Halle nicht gearbeitet wird, ist mit Kosten behaftet die wirklich nicht spassig sind. Also muss alles erstmal Brach liegen…spätestens wenn die Türen dieser Vision für die Öffentlichkeit geöffnet werden…werden auch die Skeptiker vielleicht etwas freier über das denken was da gerade entsteht.

Also…auch wenn ich mich gezwungenermaßen etwas rar machen muss…nicht mehr so auf alles reagieren kann wie man es vielleicht von mir gewohnt ist:

– ich bin nach wie vor am Start
– setze ich mich nicht still und heimlich nach Kuba ab
– möchte ich das…was in den letzten Jahren Knackpunkte waren die unseren Ablauf verzögerten…schlichtweg ausmerzen – um in Zukunft schneller, besser und professioneller arbeiten zu können.

Als oller Teamworker möchte ich natürlich Denen, die sich von Anfang an mit in das Projekt eingeklinkt haben…einen tollen Arbeitsplatz und Wirkungskreis zur Verfügung stellen…und mit
vereinter Man-Power eine Grundlage für alle die schaffen…die so wie ich, auf das kreative Arbeiten rund um das Thema „Bild“ abfahren.

In diesem Sinne…gebt mir Zeit das Kind zu schaukeln…und wenn nichts verrutscht…bin ich noch Ende diesen Jahres wieder greifbar…kann angerufen werden…beantworte meine Mails so schnell wie bekannt…und bin immer für geile Ideen und Vorschläge offen.

Liebe Grüße

Euer Zottl

Ein einschlagend buntes Shooting

geschrieben von admin | Allgemein | Dienstag 23 August 2011 12:59
Man kennt es ja…die ganze Woche über Stress und Hektik…an den Wochenende ist auch immer Alarm angesagt…und so richtig sportlich macht man nicht wirklich was. Also muss was her was irgendwie in die Schiene: Koordination, Ausdauer, Action & Spass passt. Schliesslich solls ja was sein was man freiwillig immer wieder mal…und keine Aktion die man einmal macht…und dann zusammen mit dem guten Willen im Schrank verschwindet. Durch Zufall kam ich an eine Sportart die wohl für mehr Verwirrung sorgt als man meinen sollte. Die Rede ist von Paintball.

„Saucool…da schnappen wir uns ein paar Maschinengewehre und gehen in den Wald und ballern wild rum…“ Joooah…diese Fraktion gibt es sicherlich…ebenso wie Nachwuchsrambos, selbsternannte Kriegshelden…und geistig minderbemittelte Dummhämmer die sich mit einer Ausrüstung am Mann austoben als hätte jemand auf den roten Knopf gedrückt. Suuuuper…den ganzen Tag mit’m Hintern in Deckung kauern…in der Hoffnung daß sich mal einer der anderen bewegt…um dann hemunglos drauf rumzuballern? Das bitte sollen andere machen…ich für meinen Teil wills dann schon etwas anders haben.

Youtube brachte mir die Erleuchtung…ich habe mal gezielt nach Videos gesucht und bin dann bei denen hängengeblieben die mein ganzes Bild der Nachwuchspioniere und Frontspezialisten umgewürfelt hat.

Ein "SupAir"-Field...die Indoor-Spielarena der Paintballer...Deckungen die man aufbläst? „Pistolen“ die bunt sind…alles andere als militärisch aussehen…und Jungs in kunterbunten Kostümchen…? Irgendwie gar nicht so zottlig…aber dennoch…ich begann mich da reinzufuchsen und meine Neugierde wuchs. Ich habe echt nicht sonderlich viel Zeit, aber so sehr man auch Workaholic ist…wer mal ein 3/4 Jahr deswegen verloren hat…und wem 2 Wochen seines Lebens völlig fehlen…weil die Medikamente einem bunte Blumenmeere vorgaukeln…damit man wieder enigermaßen klar denken kann…weil die Arbeitssucht einen völlig wegbläst…weiß wie wichtig Auszeiten sind.

Die letzten Monate waren Hardcore…anspruchsvolle Jobs…der ganze Heckmeck mit Dubai…der Shop…Bildbearbeitung…Videoschnitt…ich merke wie ich langsam wieder an meine Grenzen komme…also braucht man Zeit für sich selbst…und muss was machen was einem den Schädel freibläst.

So habe ich also Nachts mal wirklich Photoshop sein lassen…und habe mich von den Videos berieseln lassen…habe mich durch die Paintball-Foren gelesen…und mich schlau gemacht. Ein unsagbarer Reiz kochte in mir auf. Wie es nunmal so ist will man Kontakt zu denen aufbauen…die sich auskennen…die einem helfen das Richtige rusammenzustellen…um diesem Sport mit Spass geniessen zu können.

Der eigentliche Weg lautet: Gehe in eine Paintballhalle…leihe Dir alles aus…und checke obs was für Dich ist. Klar…das ist vernünftig…das ist normal…aber halt eben nicht meins.

Dat Dingen is mir...Eclipse Ego...ein Sahnestückchen...zumindest für mich... :DIch bin ’ne tierische Gear-Slut…tauchen, klettern, Power-Kiting, Snowboarding…egal was auch war…zuerst musste die Ausrüstung ins Haus. Und weil man ja immer was ordentliches ham will, ist das meist genau das Material was ’n Tacken mehr kostet. Gebraucht kaufen? Für mich fast undenkbar…aber ich gebs zu…man wird älter….reifer…und ist nicht mehr ganz so nach dem Kopf-durch-die-Wand Prinzip unterwegs.

Ich schrieb auf Facebook etwas in die Richtung: Suche Kontakt zu Paintball-Spielern die nicht erst seit gestern spielen. Was ich mit dieser Ausschreibung bewirkte werde ich nie vergessen.

Weiß Gott wieviele Profis der Fotografenszene waren mal Paintballer…sogar sehr gute…Regional-Liga, 2. Bundeslige und wirkliche Stars der Szene…die in der ersten Bundesliga mit am Start waren. Leck‘ mich am Ärmel…damit hätte ich nicht gerechnet. Mein Postfach schien zu explodieren und bevor ich wusste was Masse ist…hagelte es auch schon Infos, Einladungen und weiß Gott noch alles.

Am coolsten waren 2 Jungs die mir anboten deren Material abzukaufen. An dieser Stelle lasse ich das Zeiteisen mal schneller drehen…kurzum…aus den verinnerlichten max. 500 EUR die für den Spass draufgehen sollten wurde es dann etwas mehr…aber…das was ich auf einmal mein Eigen nannte…war mal das Material eines wirklichen Freaks der sich auch in der Bundesliga die bunten Bällchen um die Nase sausen liess.

Sicherheit ist oberstes Gebot…also folgte dem Markierer ( so nennt man die „Pistolen“ beim Paintball) ein nettes Sammelsurium an Sicherheitsbekleidung…was sicherlich keine Fehlinvestition sein sollte.

Da lag es also vor mir…das volle Programm an Material…nur…sollte man halt auch wissen wie man den Markierer bedient…zerlegt, reinigt, auf was man achten sollte…usw. Also lud ich einen weiteren Pro zu mir ein…der mir mal eben zeigte wat dat Dingen denn alles so draufhat.

Es folgte dann mein großer Tag…der erste Besuch in der Paintball-Halle. Ich habe mir bewusst die Halle in Babenhausen ausgesucht…da ich in einem Forum einen Satz gelesen hatte…der so richtig auf meine Situation passte. „Da fährste auch alleine hin…da findeste immer jemanden mit dem Du zocken kannst…“ Genau das war meins…ich wollte keine Kumpels und Kollegen dabei haben wenn ich mich da als Rentner unter den vermeintlichen Kiddies zum Färbeobjekt umbasteln lasse…und ganz für mich alleine meine Eindrücke gewinnen.

Also packte ich den ganzen Krempel in meine große Tasche…und schlief die Nacht einfach nur bescheiden. Aufregung… *g*

Am nächsten morgen war ich wie ausgewechselt. Ich war aufgeregt wie’n Kleinkind zu Weihnachten…und es ging lediglich darum mal in einer Paintballhalle ein bisschen „das Kind im Manne“ auszuleben. Ich fuhr morgens ins Studio…packte noch ein paar Kleinigkeiten ein und machte mich auf den Weg…plötzlich klingelte mein Telefon: „Ey Altaaa…was treibst’n?“ Stefan war am Rohr…eigentlich war ausgemacht daß er sich diesen Sonntag bequem auf seinem Sofa dem figurenwerfen widmen kann…aber die Sehnsucht war wohl stärker. „Wat? Paintball? Wo issn das…ich komm‘ mit…ich will mir das mal anschauen…“

So trafen wir also zeitgleich an der Halle ein. Laut deren Angaben auf der Seite sollte von 12:00 bis 18:00 Uhr offen sein…also wollte ich 30 min. früher dort eintreffen…um mich seelisch und moralisch drauf vorbereiten zu können…bald als buntes Ding durch die Meute zu latschen.

Ohne Quark...dat is anstrengend ohne Ende...hoch...runter...rennen...in Deckung springen...unbeschreiblich... :o)Ich war vor 12 da…und vor der Halle standen mehr Autos als auf dem Karlsruher Gebrauchtwagenmarkt…mir wurde ganz anders. Als geborener Berufshektiker…kann es nicht sein daß etwas anders läuft als es in meinem Hirn zusammengebastelt wurde. Ich wollte der erste dort sein…mir gleich mal einen der Locals dort schnappen…und abchecken was denn so geht. Pustekuchen…durch die Scheiben sah ich wie sich drinnen verschiedene Leute umzogen…und wie welche in ernstzunehmenden Klamotten durch die Gänge schlichen. Meine Fresse…das war sooo überhaupt nicht geplant. Also…noch ’n Kippchen um die Aufregung wieder auf ein veträgliches Maß runterzudrücken…und ab durch die Mitte.

Rein zur Anmeldung…und…man erinnere sich: „Sicherheit geht vor“ war mir klar was gleich kommen würde. Als Rookie darfste erstmal die Lauscher aufspannen und der Sicherheitsbelehrung beiwohnen. Hier wird einem alles erklärt was den Umgang mit dem Spielzeug angeht, wie man Luft in die Flaschen presst, wie man sich auf’m Spielfeld verhält…und all‘ das was ich liebend gerne umgehen wollte.

Also…Pokerface auf und gib‘ ihm…mit der großen Tasche an den Tresen…und freundlich empfangen von einem netten jungen Mann mit den Worten: „Was kann ich für Dich tun“?
Ich:“Gib mal so’n Wisch…ich will mal ein paar bunte Kugeln aus’m Lauf hauen…Leihequipment brauch ich nicht…ich hab mein eigenes Zeug dabei…“
Er: „Aaah…okay…kein Anfänger…haste Luft dabei?“
Ich: „Eigentlich schon…aber meine Flasche muckt…gib‘ mal eine von Euch…“
Er: „Du hast aber schon mal gespielt?“
Ich „Japp…aber nicht bei Euch…ist mein erster Besuch hier…“
Er: „Kein Ding…Kompressor is vorne rechts…der Chrony steht vorne beim Sup Air…“
Ich: „Okay…dann is ja alles klar…Danke…ciaoo…“

Meine Fresse…wat war los? Kompressor…Chrony??? Ich will doch einfch nur ein bissi Spass ham…
Also ab in die Umkleide…mein schickes niegelnagelneues Dress angezogen…und Dank Stefans Unterstützung bekam ich den ganzen inneren Stress den ich mir gerade aufbaute auch echt gut gebacken.
Eine halbe Stunde stand ich völlig überfordert in den Massen der dort anwesenden Spieler…und so groß meine Klappe eigentlich auch ist…ich bekams nicht auf die Kette jemanden anzulabern.

Entweder waren es (so wie ich) völlige Newbees…oder aber machte es den Eindruck…das wären Zocker der Oberklasse…die mich schneller vom Platz fegen würden als ich Piep sagen kann…
Beides nicht das was ich als „Spielkameraden“ haben wollte…

Adrenalin pur...schon beim Start eines neuen Spiels geht es von erster Sekunde an in die Vollen... „Komm’…wir gehn’n erstmal raus eine rauchen…“ sagte ich zu Stefan…was wohl auch die beste Idee war. Da trafen wir eine nette Gruppe älterer Herren die in Ihren Maleranzügen (die bekommt man als Rookie, wenn man in normalen Klamotten zum spielen kommt…um diese vor der Farbe zu schützen). Man kam ins Gespräch…und schon stand fest…bei denen darf ich mit auf’s Feld. Kippe aus…rein…und mein Herzschlag erreichte Höhen…unbeschreiblich…völlig ohne was zu machen…*g*

Kaum den Durchgang zum Feld bestiefelt…nahm ich die Laufsocke ab…die evtl. abgehende Bälle auffangen soll…um Verletzungen zu vermeiden…als ein Schrei durch die Halle tönte: „Der langhaarige da hinten…soll zum Teufel nochmal die Socke draufpacken…und erst auf dem Platz abnehmen…mensch Leute…ich habs doch vorhin erst gesagt…“

Ganz ehrlich…wenn man in eine solche Halle geht…macht um Gottes Willen diese 10 min. Belehrung mit…egal wie öde das sein mag…es bewahrt vor weiteren Peinlichkeiten die ich noch erleben durfte…

„Heeeee DUUUUUU…warste am Chrony???“ wurde ich von hinten lautstark gefragt…
„Klar…alles top…“
„Okaaay…dann viel Spass…“

Puuh…Gas gehabt…wer zum Teufel ist dieser Chrony…und was macht der…und wieso will jeder daß ich bei dem vorstellig werde??? Zur Aufklärung: Alle Markierer die auf dem Spielfeld zum Einsatz kommen dürfen eine bestimmte Geschwindigkeit nicht überschreiten…die die bunten Farbkugeln beim verlassen des Laufs haben. Also gibt es eine Prüfmaschine die misst mit wieviel Schmackes der eigene Markierer unterwegs ist.

Also ab aufs Feld. Um mich herum 5 weitere Spieler die so wie ich…absolut 0 Peil von dem haben was da jetzt gleich passieren würde. Auf einmal die Frage meines Nebenmanns…“haste schon gedrückt?“
Ich dachte: „wat will der?“…klar habsch heute schon gedrückt…das letzte mal auf der Toiltte bevor ich losgefahren bin…
Ich antwortete…ich kann‘ grad‘ net…mein Markierer zickt…frag‘ den Anderen…“
Also latschte einer an mir vorbei…an den Reifenstapel an dem ich stand…und drückte auf den darin verbauten Buzzer…der das Hallensignal zum Spielstart gibt.

Okaaaay…also wenn einer sagt: „drück‘ mal…“ einfach cool zum Buzzer latschen und drücken…so langsam raffte ich wo’s langgeht.

Die Tage zuvor…als ich mir die vielen Videos usw. reinzog…gab es so einiges bei dem ich sagen kann „ich konnte mit den Augen klauen…“ Wieso machen die Spieler dies und das…wieso so…und vor allem wie? Genau DAS hat mir so verdammt viel gebracht…

Die Ampel zeigte rot…der Lauf meines Markieres berührte die Base hinter mir…genau das erklärt auch die irgendwie aggressiv wirkende „Drohgebärden“ vor dem Spielstart. Das ist kein Posing…das ist kein Kirremachen…das ist einfach nicht anders machbar…5 oder 7 Leute stehen in einer Reihe…und jeder sollte eine Position einnehmen die ihm einen schnellen Start zur nächsten Deckung ermöglicht. Die Spielregeln aber besagen daß bis zum Start alle Läufe die Base berühren sollen…bzw. nach unten oder oben schauen…na das das optisch schon was hermacht…sollte klar sein.

Tröööööööööt….die Ampel auf grün….Feuer frei…

Jetzt ma ohne Flachs…grundlegend gibt es 3 Sachen die man machen muss…

1.] rennen
2.] zur Deckung gelangen ohne vorzeitig getroffen zu werden
3.] versuchen die Jungs der gegnerischen Base abzugrasen bevor sie an der eigenen Base ankommen

Und man sollte nicht glauben was man da so alles „falsch“ machen kann…

Grüne Ampel…ich reiße den Lauf nach vorne…(habs im Video gesehen…nicht lang‘ schnacken…und mit 2 Fingern dem Trigger mal gezeigt wo der Bartel den Most holt…) renne wie von der Tarantel gestochen auf die Deckung zu die ich mir ausgesucht habe…linse dahinter hervor…und uuups…ganz da hinten ist einer und versteckt sich…na dem zeig‘ ich mal wie die Bällchen-Polka zum Höhepunkt kommt. Den Markierer in Position gebracht…2 Schuss…okay…die Bälle fliegen recht präszise…und Klatsch…wars dunkel…

Frontalbegegnung mit einem blauen Bällchen…von links…schaaade…

Hand hoch…zurück zur Base gelatscht…nebenbei noch ein paar Querschläger in die Hacken bekommen…aber heeeey…ich habe meine ersten Sekunden auf dem Feld überstanden…

Keine Minute später…Spielstart Nummer 2…

Wieder der selbe Weg…dat is MEINE Deckung…alte Spiel…der Kollege vom vorigen Spiel ist wieder hinter der gleichen Deckung wie vorhin…okaaay…ich ja auch…aber warte wirs mal ab was noch so kommt…

Diesmal lasse ich mich nicht so einfach vom Platz husten…

Ich habe den Gedanken noch nicht zu Ende gedacht *klonk* Treffer am Kopf…also Hand hoch…Richtung Base gelatscht…sitzt Stefan auf der Zuschauerbank…ich zeige ihm mit einem Schulterzucken auf den Treffer auf meiner Birne…signalisiert der mir: „da ist ja gar nix…“ …öööhm…hä? Ich nahm meine Hand…strich über meinen Mähnenschutz in Form eines Bandanas…und stimmt…ich Trottel bin völlig ohne Grund vom Platz getigert.

Merke…die Schutzausrüstung beim Paintball mag zwar aussehen wie die der anderen Sportarten…aaaber…neee…diese erfüllt noch einen anderen Zweck. Da gibt es keine harte Polsterung beim Brustpanzer…wie beim Moto-Cross…beim Paintball ist alles mit Gel gefüllt…oder eben superweich…aus gutem Grund. Nicht jede der Farbkugeln die einen trifft zerplatzt auch…unterstützt durch die weichen Schützer bestehen gute Chancen daß die Kugeln einfach „bouncen“ heißt: ungeöffnet vom Körper abprallen…und somit keinen „Treffer“ darstellen….aaaarghss….das muss man erstmal wissen… 😀

Mein „Glück“ war…dass ich 3 mal vom Platz ging…weil ich diverse Treffer kassierte ohne wirklich eine Markierung abbekommen zu haben…gaaaanz großes Kino. Absolutes Highlight für mich war das recht schnell einsetzende Erfolgserlebnis. War ich bei den ersten paar Games noch recht vorsichtig unterwegs dauerte es nicht lange bis ich adrenalingeladen doch so richtig vorankam. Beim 7. o. 8. Game hatte ich meinen ersten Lauf bis zur gegnerischen Base…und habe auf dem Weg dorthin 3 der gegnerischen Gruppe markiert und somit vom Spielstress befreit.

Eine der geilsten Situationen stieg gegen Ende…also in der letzten Stunde des Spieltags. Ein 2 on 2 Battle stand an…Zusammen mit einem Mädel bildete ich „Team 1″…Team 2 bestand leider aus 2 erfahrenen Jungs die auch keine Hemmungen hatten uns zu zeigen wie’s geht. Schneller als wir schauen konnten war das Spiel zu Ende. Also tauschten wir und das Mädel ging auf die andere Seite des Platzes…einer der Jungs kam zu mir…das war genial. Pro Team jeweils ein erfahrener Gamer…und ein Rookie. Der Buzzer wurde gedrückt…Trööööööt….und schon erhielt ich die Anweisung: „Versuche Du direkt bis zur Snake zu kommen (eine der Deckungen) …ich mache von hinten dicht…und gehe vor zum Tipi…von dort aus versuchen wir die beiden Cross rauszuholen…“

Klang fast wie in einer Bäckerei…aber nun gut…die Ampel sprang auf grün…meine Finger spielten das Highspeed-Stakkato und ab gings…Wahnsinn…ich landete auf dem Bauch rutschend hinter der ersten Deckung der Snake…robbte hinter die zweite Deckung und sah meinen Gegner…Adrenalin pur…er vermutete mich hinter der ersten Deckung und gab mir die volle Ladung an Farbbällchen in meine Richtung.
Warte Kollege…Dir zeig‘ ich wo der Frosch die Locken hat…raus aus der Deckung…und gib‘ ihm…und schnell wieder runter. Irgendwie hat mich das Adrenalin gepusht…ich sprang auf…rannte unter vollem Beschuss zur nächsten Deckung. Man erinnere sich…es sind lediglich mit Lebensmittel gefüllte Gelatinebällchen…im Kopf aber ist es so als würde Dir jemand Glasmurmeln um die Rübe blasen.

Geschafft…Deckung Nummer 2 erfolgreich erreicht…auch Nummer 3 und 4 ohne Probleme genommen. Er vermutete mich hinter einer anderen Deckung…rannte zielstrebig auf meine alte Deckung zu und wollte mich „bunkern“ (von hinten im Run beballern)…Pustekuchen…ich raffte was ging…und zu seiner völligen Überraschung stand ich genüsslich in seine Richtung zielend woanders und verpasste ihm unmissverständlich das Bällchen-Empfangskommittee.

So gaben wir uns ein Game nach dem anderen…auch mal ein 1 on 1…ein Spiel bei dem nur 2 Spieler auf dem Platz sind. Was sich erstmal völlig langweilig anhört…war eines der geilsten Erlebnisse auf dem Platz. Wir jagten uns um die Deckungen…sprangen und rutschten auf dem Bauch…um ja nicht getroffen zu werden…und vorausgabten uns völlig.

Ich erlebte einen Tag einer völlig neuen „Shooting-Situation“…meine Gedanken waren nicht beim Versand irgendwelcher Pakete mit Studioeinrichtungen…nicht an irgendwelchen Sets die mich mit Ihren Lichtbedingungen auffressen…an Bildideen und Photoshoparbeiten…neee…mein Kopp war so dermaßen freigeblasen wie schon lange nicht mehr.

Ergebnis: 3 Tage bewegungsunfähig…Muskelkater den man nicht beschreiben mag…1 Treffer am Oberarm…ausgerechnet die einzigsten wenigen Zentimeter die ich ungeschützt hatte…und die Stelle in die leuchtend bunten Farbkombinationen von gelb, blau, violett und grün umfärbte…hatte es in sich…und…ich bin infiziert. Ich habe nicht viel Zeit…aber die…die ich mir freischaufeln kann…werde ich wieder zocken…und ich werde wieder leiden und tagelang nicht wissen wie ich die Treppen im Studio hoch und runterlatschen soll ohne dauernd „Autsch“ zu fluchen.

Mag es nach wie vor Menschen geben die nur den „militärischen“ Aspekt sehen…und das „schiessen“… ICH für meinen Teil habe erfahren was das für ein genialer Sport ist…wieviel Spass man haben kann wenn man sich da die Hacken abrennt…und erfahren daß es Muskeln im Körper gibt…die man an diesen Stellen niemals vermutet hätte.

Ich freue mich aufs nächste mal…und kann es kaum abwarten wieder auf dem Platz zu stehen.

In diesem Sinne…happy Shooting…

Euer Zottl 😀

die Crew in Dubai

geschrieben von admin | Allgemein,Spezielle Fotografie | Donnerstag 11 August 2011 13:57
Ganz ehrlich? Ich war mir echt unsicher ob ich den Clip veröffentlichen sollte…oder einfach nur „für uns“ ins Archiv werfe.

So’n zusammengehacktes Teil habe ich sicherlich noch nie vorher geschnitten…zumal da so rein gar nix rumkommt. Alles was es hier zu sehen gibt sind Szenen die mehr oder weniger im vorbeigehen oder durch Zufall entstanden sind.

Der Clip hat keinen Anspruch auf irgendwas, sondern zeigt einfach nur mal eben einen kleinen Teil des Flughafens mit seinen Lichtspielereien…das Atlantis-Hotel…eine „Hütte“ in der Mitarbeiter „aufbewahrt“ werden…und ein bissi was von der Palme (Palm Jumeirah).

Auch meine rechte Hand Stefan kam dort zum shooten und Daniela Pietralla kümmerte sich vor Ort um die Visagistik. Von den eigentlichen Jobs darf ich nichts zeigen…aber das habe ich an anderen Stellen schon mehrfach erläutert.

Also, nicht motzen was das für’n komischer Clip sein soll…ich weiß es. *gg*

LG

Zottl

Nächste Seite »
soccerine Wordpress Theme