Ein letztes Abenteuer auf dieser Erde?

geschrieben von admin | Allgemein,Spezielle Fotografie | Sonntag 28 Oktober 2012 18:39

Die letzten Monate habe ich meinen Blog leider sehr vernachlässigt, es war einfach so viel zu tun… dass ich echt ins straucheln kam und die Zeit es einfach nicht mehr hergab…

Nach Dubai…der Erföffnung von Studio-World…und einigen interessanten Projekten…steht nun wieder etwas an was mich doch innerlich sehr bewegt…und beschäftigt.

Ich muss etwas weiter ausholen…und schiebe den geneigten Leser dazu ein paar Jahre zurück…ich durfte im Alter von ca. 7 Jahren einen 1974 gedrehten Film von Tierfilmer Jamie Uys sehen… der den ansprechenden Titel: „Die lustige Welt der Tiere“ trug .Manch‘ einer mag sich noch erinnern wie Horden an Viechern sturzbetrunken durch die Steppe eierte….weil sie gärende Früchte des Marula Baumes futterten…und egal ob Affe oder Elefant… nicht mehr in der Lage waren sich auf den Beinen zu halten.

Die Aufnahmen entstanden in Afrika…und wurden hauptsächlich an 3 Locations gedreht…dem Okawango Becken…der Kalahari Wüste…und dem Dreh- und Angelpunkt dieses Artikels…der Namib Wüste.
Genau diese Wüste wird in nächster Zukunft eine ganz große Rolle in meinem Leben spielen. Jeder kennt die Erzählungen der Safarifotografen…der Offroad-Urlauber…den Abenteuerlustigen die auf offiziellen Straßen durch Touristik-Abenteuer-Gebiete ziehen…um ein wenig des besonderen Süd Afrikas mitzunehmen und zu erleben.

Es gibt aber auch Menschen…die ähnliches tun…nur eben 5 Spuren härter, hier geht es nicht drum ein wenig Abenteuer zu erleben…sondern um Menschen…die (ich bin jetzt mal böse) so einen anner Rassel haben…dass da der letzte Funken an normaler Denkweise wohl schon vor Jahren verraucht ist.

Nix einfach nur unebene Straßen, ein bissi Hügel…ein bissi berg…neee…sondern mitten durch…ohne Netz und doppelten Boden… nicht auf Distanz sondern mitten rein (ins Vergnügen?)…kurzum…einmal das rundum Sorglos Paket für Menschen denen „normal“ schlichtweg zu langweilig ist.

Soweit so gut…müsste mich ja nicht wirklich interessieren…eeeeigentlich…nur kam da eben ein Team auf mich zu…mit den Worten:

„Wenn es jemanden gibt…der so Banane ist das von vorne bis hinten auf Foto und Video zu bannen…dann DU!“

Ja neee…is klar…dafür bin ich natürlich soowas von geschaffen…

– ich habe Schiss vor Spinnen…und allem was so an Ungeziefer um einen herumkriecht…
– bin DER Angriffspunkt für Schnaken, Moskitos und ähnlichem Ungeziefer
– mag Löwen lieber hinter Gittern…als direkt vor meiner Nase
– hab Höhenangst…(darauf wird man später noch zu sprechen kommen…was die mit mir vorhaben ist ist vorsichtig gesagt: „Autsch“)
– bin seeehr wählerisch was mein Futter angeht…(kann im Busch und in der Wüste echt doof werden)
– und ich leider viel zu neugierig um sowas abzulehnen… *gg*

Noch steckt zumindest für mich alles in den Kinderschuhen…aber es handelt sich um eine…ööhm…nennen wir es „extremere Expedition“ die sowohl die Landschaft…die Action der
Abenteurer und natürlich die entsprechende Tierwelt festhält.

Thorsten Primke ist der Mann der dieses Projekt aus dem Boden gestampft und in akribischer Kleinarbeit organisiert hat. Jahrzehntelange Offraod-& Extremtouren sind sein Ding. Bergauffahrten die (zumindest für mich) jenseits der physikalischen Gesetze gemeistert werden sind für ihn ebenso Standard wie auch das Überleben in heftigster Umgebung.

Ich gebe es zu…jaaa…ich habe (ein bissi?) Bammel…es sind Reiseetappen geplant die…nennen wir es mal…“etwas speziell“ sind…sowohl von Grundlage…dem was einen dort erwartet…als auch dem…was die Gesamtumstände angeht…nur…zu wissen dass man derjenige ist…der vielleicht wirklich einzigartiges Filmmaterial mit nach Hause bringt…genau DAS dokumentiert hat…was so ein paar angstbefreite Abenteurer für einen Trip auf sich nahmen…ist für mich ein unbeschreiblicher Reiz.

Es ist nicht so dass diese Leute sich blindlings in so etwas stürzen würden…die Zeit die alleine in der Vorbereitungsphase verblasen wurde ist schon heftig…und einfach soooo ins Abenteuer stürzen wäre schlichtweg hirnlos. Hier werden alle Eventualitäten in die Betrachtungsphase gezogen und alle widrigen Umstände eingeplant.

Alleine die Tatsache…dass es da unten Ecken gibt…die echt nicht spassig sind…und Viecher die man eigentlich nur aus dem Zoo kennt, und dort einfach mal so vorbeikommen um zu schauen „ob alles im Lack ist“…ist schon eine eigene Welt. Eine Etappe ist sage und schreibe gerade mal 18km lang…was für mich nach: „Kippe in den Mund…losmarschiert…in spätestens 5 Stunden sind wa da“ klingt…
Fakt ist…sollten wir es mit dem Team schaffen diese Etappe in 3 Tagen zu meistern…können wir uns schon mal den goldenen Stempel auf die Stirn tackern lassen…dann wären wir die schnellsten weltweit.

Nehmen wir ein anderes Beispiel…einen von Namibsand-Dünen umschlossene Tonpfanne…mit einer Tagesinnentemperatur von 68°C…und einer Nachttemperatur von -15° (in Worten: MINUS Fünfzehn Grad)
Ich sage mal so…es hat seine Gründe wieso selbst Beduinen dieses Gebiet einfach mal aus der Karte streichen… *g* Aber ich sorge vor…und nehme dicke Strümpfe mit. *zwinker*

Am meisten reizt mich das Thema Tiere, nicht dass mich Land und Leute nicht auch jucken würden, aber ich durfte schon vorab teameigenes Bild- & Videomaterial sehen, was jetzt einfach mal so „nebenbei“ entstanden ist. Schon alleine DAS ist ein Thema womit man mich extremst begeistern konnte und mich zum „ja“ bewegen.

Aktuell sind wir gerade dabei die Technik auszuloten um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein…wenn man schon so abgefahrene Möglichkeiten bekommt…muss auch das technische Backend stimmen…und genau daran wird gerade gearbeitet. So wenig wie möglich Gewicht, bei maximaler Effektivität lautet das Ziel…also schauen wir mal…was da noch ins Haus muss um das alles erfüllen zu können.

So nach und nach werde ich immer mal wieder weitere Infos veröffentlichen…und erhoffe sogar eine kleine Videodokumentation die auch den Blick hinter die Kulissen ermöglicht…nicht nur das große tolle was so im Vordergrund passierte.

Drückt mir die Daumen dass wir da mit DEM Material an Foto und Video rausgehen was wirklich klatscht…ich bin echt gespannt was mich da unten erwartet.

Liebe Grüße

Euer Zottl

Einzelcoachings – Fragen über Fragen

geschrieben von admin | Allgemein,Bildbearbeitung,Spezielle Fotografie,Studio & Technik | Montag 30 Juli 2012 11:49

Nachdem ich immer wieder auf meine Trainings und Einzelcoachings angesprochen werde und da natürlich viieeele Fragen auftauchen…habe ich mir gedacht ich tippere einfach mal quer Beet zusammen was denn da so im Dauerzustand auftaucht. Zuallererst taucht natürlich immer die Frage nach dem Preis auf…und immer antworte ich: „Das kommt darauf an was Du denn genau willst…und brauchst.“

Ich kann nicht sagen: „Ein Einzelcoaching kostet Betrag „X“…denn soetwas geht nur bei Fotografen die bei einem solchen Coaching mehr oder weniger ein „fertiges Programm“ abspulen.

Mir liegen 2 Sachen sehr am Herzen…zum einen die Fotografie an sich…und zum anderen…dass ich bei einem Training oder einem Coaching so individuell auf die Belange und Bedürfnisse meiner Schützlinge eingehe…wie es in einem Workshop niemals möglich wäre.

Bei einem Workshop treffen bis zu 8 begeisterte Amateurfotografen aufeinander…jeder mit seinem eigenen Leistungslevel…und dementsprechend kann man innerhalb eines Workshops sicherlich eine Thematik abhandeln…aber nie so detailliert auf den einzelnen Fotografen bezogen wie ich es gerne machen würde.

Bei einem Einzelcoaching betreue ich Schützlinge auf dem Leistungsniveau von: „Ich habe gestern eine Kamera geschenkt bekommen…zeig‘ mir doch mal wie man da jetzt im Heimstudio richtig coole Shots rausholt“ bis hin zum Fotografen mit 15 Jahren Berufserfahrung…der schlichtweg auf seinem Leistungslevel „festgefressen“ ist…dem es an der Motivation fehlt sich neu aufzubauen, aus seinen Möglichkeiten ein Loch hat neue Bildideen zu entwickeln…oder dem schlichtweg der Drive fehlt neue Lichtsituationen zu bauen.

Jedes Einzelcoaching ist bei mir so individuell wie mein Schützling, der dieses bei mir bucht…und genau da setze ich an.

Ich habe 1 Tages-Coachings ebenso im Programm, wie komplette Wochenenden die über 30 Stunden hinaus andauern. Allen Coachings gemein ist, dass ich es von Grund auf so halte dass nicht auf die „Ich Chef…Du nix“ Tour baue…man sich vor mir auf die Knie werfen muss…um dann doch die kleinen Tipps und Kniffe vorbehalten werden.

Jeder hat seine eigenen Wünsche…Richtungen und Ziele, und genau diese nehme ich mir sehr genau vor. Erarbeite Konzepte was denn genau auf den jeweiligen Schützling zugeschnitten ist.

Hier gibt es kein: „ich traue mich nicht zu fragen…“ ganz im Gegenteil, wenn ich merke dass da was im Busch lauert…aber noch nicht herauswill…dann hake ich nach…wenns sein muss auf 10 Wegen bis es draussen ist.
Ein Coaching ist auch keine Schulstunde die dann „hoffentlich bald rum ist“…erst vor kurzem hatte ich jemanden bei mir ein ganzes Wochenende im Studio der extra für dieses Coaching aus der Türkei anreiste. Ich werde mit Sicherheit einen Quark tun um jemanden das Geld aus der Tasche zu ziehen um ihn dann mit einem Halbwissen nach Hause fahren zu lassen.
Bei diesem Coaching endete der Samstag morgens um 04:00 Uhr…einfach weil mein Schützling das Wissen aufsog wie ein Schwamm.

Andere kamen um 18:00 Uhr zu mir und sagten: „okaaay…für heute habe ich genug Infos, wir machen morgen weiter.“ Beides ist für mich kein Problem, wichtig ist mir dass meine Schützlinge mit dem was sie von mir bekommen zufrieden sind.

Besonders Stolz macht mich die Tatsache, dass ich heute noch zu jedem einzelnen der ein Coaching bei mir buchte, ein sehr enges freundschaftliches Verhältnis pflege.

Der eine möchte seine Skillz in Sachen Lichtführung im Bereich Fashion ausbauen, ein anderer möchte Glamourportraits angehen die so richtig rocken. Wieder andere suchen Unterstützung in der Bildbearbeitung und auch wenn es darum geht das entsprechende Licht für den Ausbau des eigenen Studios zu erwerben, führt teilweise über Einzelcoachings.
Hier wird der Grundriss des eigenen Studios als Grundlage genommen um genau auf dieser Fläche alle Möglichkeiten der Lichtsetzung auszuloten.

Was immer eine Rolle spielt, und von mir immer vorgeschlagen wird ist das Thema „Kommunikation mit dem Model“. Wie sorge ich dafür eine gewisse Grundsicherheit gerade in der Startphase eines Shootings zu bekommen? Wie unterstütze ich ein Model in Sachen Posing? Gibt es Grundposen in die ich wirklich jeden Menschen stopfen kann und er dann „gut aussieht“?
Wie verhalte ich mich wärend des Shootings, auf was sollte ich als Fotograf achten und wie kann ich die Zeit der ersten Befangenheit verkürzen?

All diese Sachen bleiben nicht aussen vor, sofern gewünscht. Ebenso zeige ich wie man unterstützend eingreift, wenn das „Model“ Klamotten aus dem Zylinder zaubert die man sooo eigentlich nicht ablichten würde. Wie kann man mit einfachen Mitteln einem recht „langweiligen“ Bildchen mehr Pep verleihen? Und wie schaffe ich es meinen Aufnahmen einfach mehr Glanz und Glamour oder ganz im gegenteil mehr mystischen Look zu verleihen?

Das Thema Bildlook ist sehr wichtig, ebenso gehe ich sehr ausführlich auf das Thema Bildschnitt und Bildaufteilung ein…sofern gewünscht.

Auch wenn man sagt: „Bei einem Coaching sind die entstehenden Bilder nicht so wichtig“…ballere ich da voll dagegen. Meine Schützlinge gehen nach einem Coaching mit Aufnahmen nach Hause die das neue Level direkt mal vor Auge führen.

Auch die Grundlagen für Fotografen die sich gerne auf eigene Füße stellen möchten werden auf Wunsch gerne abgehandelt. Wie sieht entsprechendes Marketing aus? Wie kann ich mich im Haifischbecken wie Facebook und Co. neu und „weiter oben“ platzieren? Wie komme ich an Aufträge und Jobs bei Großkunden? Auf was muss ich achten wenn ich mich als Fotograf in die Selbständigkeit stürze?

Man sieht, die Fotografie stellt viele Fragen, egalb ob auf technischer Seite, der Postproduktion oder dem Aussenherum. All dies muss individuell auf den Einzelnen Schützling optimiert und angepasst werden. Nur so ist auch sichergestellt dass wirklich jeder aus einem solchen Coaching geht und genau das bekommen hat was er auch wirklich braucht.

Ebenso individuell ist da auch die Preisgestaltung. Es gibt Trainings die bei ca. 500 EUR losgehen…aber auch Vollgas-Coachings die ein paar Taler mehr verlangen um all‘ das so zu vermitteln wie der Schützling es braucht.

Man darf eines nie vergessen…auch wenn solche Preise erstmal schocken…gerade die Wochenend-Coachings geben dem ambitionierten Fotografen die Möglichkeit eine seeehr lange Zeit an Trial & Error zu überspringen…und gerade diese Zeit kostet mit Sicherheit einiges mehr an (Lehr-) Geld als ein Coaching, was perfekt auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Natürlich beantworte ich auch weiterhin gerne Fragen zum Thema Training & Coachings, denke aber hier mal einen kleinen Überblick verschafft zu haben was denn da so im Hintergrund eine Rolle spielt.

Ganz viele liebe Grüße

Euer Zottl

Achja…als Abschluss des Romans noch ein paar Bilder die bei meinen letzten Einzelcoachings entstanden sind… 🙂

Lamborghini, Harley & Co. KG

geschrieben von admin | Spezielle Fotografie | Mittwoch 31 August 2011 12:29

Ohne Quark…als Fotograf lernt man die tollsten Menschen kennen…vor allem jene der Sparte „Godlike“. Die können alles, die wissen alles die machen alles…nur eines nicht: Wort halten.

Seit Jahren habe ich ein Bild vor Augen…eine leergeräumte riesige Halle…ein besonderes Kleid…darin ein Model in einer High-Fashion Pose…im Hintergrund fast nicht erkennbar ein Lamborghini Murcielago…
das Model steht in einem Lichtkegel…ausgeleuchtet durch einen großen Paraschirm…das Streiflicht trifft die Front des italienischen Supersportwagens…und nur das geübte Auge erkennt welches Fahrzeug im Hintergrund da unscharf vor sich hinoxydiert.

Klar…Abstriche muss man immer machen…mal hakts am Kleidchen…mal am Model….dann an der Halle…oder am Lambo. Versuch Nummer 1 scheiterte weil der Eigner des Lammverleihers (Lamm-Borg-Hini) auf einmal Bammel hatte daß sein Geschoss beim blitzen auseinanderfällt…und zog sein Angebot zurück den Hobel für ein Shooting zur Verfügung zu stellen.

Beim zweiten Anlauf streikte der Hallenvermieter…egal…ab an den Mannheimer Hafen…und tatsächlich…mit einem schreienden Getöse bließ…wie verabredet…der schwarze Schlitten die lange Straße entlang um dann tief grummelnd vor mir zu stehen…die Flügeltür erhob sich…der Fahrer stieg aus…und ich dachte ich muss auf der Stelle losflennen.

Auf der Tür prangte in großen Klebebuchstaben der Firmenname des Eigners. „Macht nix Alter…kannste doch im Photoshop wegretuschieren…“ erhielt ich auf meine Frage ob ich irgendwo mit einer versteckten Kamera rechnen muss.

Ich stand kurz vor der Schnappatmung…ein Model…über 400km einfache Anreise…2 gebuchte Hotelzimmer…eine top Visagistin…eine klasse Hairstylistin…meine Technik…alles für’n Arsch zusammengetrommelt. Ich liess‘ alles einpacken…und cancelte das Shooting und begrub schon fast den Glauben daran jemals sowas knipsen zu dürfen.

Ich machte das Bild…später…vieeel später…eigentlich erst vor kurzem……und ich war glücklich….ich fand es noch tausendmal geiler als ich es in meinen Gedanken jahrelang in meinem Schädel herumgeschleift hatte…aber auch hier…alles nicht so wie es sein sollte.

Fehler Nummer 1: Meine Locaton war in Dubai…
Fehler Nummer 2: Ich hatte keine Bildrechte…ich habe ja alles exklusiv verkauft…und da so’n Scheich ein bissi anders tickt als Unsereins…war es auch Essig wenigstens eine der Aufnahmen für mich selbst zu gewinnen. Dazu kam…daß der Lambo kein Serienhammer war…sondern ein tiefergebreitertes Stück Rennmaschine…in einem Look der vielmehr an Stealthfighter erinnerte…als an einen Murcielago wie man ihn ab und zu mal auf unseren Straßen vor die Augen bekommt.

Also…Thema gegessen…dachte ich zumindest…und habe meine Rechnung ohne Sepp Klingel gemacht. Sepp ist Fotograf…ein sehr begeisterter dazu und Talent hat er auch noch. Dazu kommen erstklassige Connects in die lustigsten Bereiche…und unter anderem halt auch der direkte Draht zu einem völlig schmerzbefreiten Spezie…der eben so eine Eierschaukel sein Eigen nennt.

„Was muss ich machen um mit Dir mal ’n richtig geiles Shooting durchzuziehen?“ fragte mich Sepp…als wir unser gemeinsames Wochenende eines Einzelcoachings bei mir beendet hatten.

Ich grinste: „stell‘ mir ’n schwarzen Murcielago hin…besorg‘ mir eine 2000m² Halle…und wir shooten ein Projekt bei dem’s Dir die Hosen auszieht…“ innerlich dachte ich…“klappt net“…aber irgendwann klingelte das Telefon:

„Hi Zottl…also…den Lambo hab ich…aber nicht in schwarz…den…den ich bekommen kann ist weiss…aber dafür isses ’n Roadster…offenes Dach und so…an der Halle bin ich dran…kann ich auf Dich zählen?“

Mir wurde ganz anders…“dat Sepperl macht Ernst“…weiche Knie…und Schweißperlchen standen auf dem Programmplan. Kurze Zeit später: „Ich schick‘ Dir mal Bilder von der Halle…die hat 2000m²…wenn Dir die gefällt…geben wir Gas.
Ich dachte ich bekomm‘ die Tür nicht mehr zu…sollte es in diesem Leben wirklich noch möglich sein MEIN Bild zu machen? Ich war nur noch am hibbeln…bis ich den Termin genannt bekam:

„Du hast eine Woche Zeit…nächstes Wochenende können wir rein…den Lambo haben wir fix…“

Meine Fresse…1 Woche? Ich bin echt nicht langsam…meine Finger huschen schneller auf der Tastatur des iPhones als der Schatten von Lucky Luke wenns drum geht auf die Schnelle was zusammen zu organisieren…aber 1 Woche? Das grenzte an das Unmögliche. Zumal ich mir ja meine Models selbst aussuchen wollte…und keine Ausschreibung starten…bei denen ich dann wie schon so oft vorher aus hunderten von Zuschriften die paar Models zusammenpacke die ich mir in dem Bild vorstellen konnte.

Also ohne groß zu zögern bei der Modelagentur Birdcage die Alarmglocken angschmissen…“Ulliiiii…..ich brauch Models…abba keine New Faces…ich brauch brennende Fackeln die es da so richtig fliegen lassen….wie Du das machst is mir Schnuppe…abba bitte lass‘ mich da jetzt net hängen…!!!“

Dazu folgte eine Ausschreibung….bzw. noch mehrere Folgeausschreibungen…weil ich die…die sich beworben hatten…nicht in meine Bildidee integrieren konnte…und ich auf der Suche nach DEM Model war…die auf Anhieb das rüberbringt was ich auf meinem Bild sehen wollte.

Kurzum…kurz vor knapp 15 Zusagen von Models erhalten…männliche…weibliche…alles im Lack. Aber Mist…ich brauche ja auch Pinselinen…und Haarezupfer…also direkt bei Ursula Hass in Frankfurt Wellen geschlagen: „Du lässt mich net hängen gell?“…sie muss meinen treudofen Blick durch’s Telefon mitbekommen haben…und hat sich da so dermaßen reingehängt daß ich da eine nette Crew zusammengestellt bekomme…daß es eine Pracht war dem Orgastress zu folgen. 😀

Sepp rief an: „Ich hab ’noch’n Einzelstück von ’ner Harley aufgerissen…der Brocken hat’n Wert von 70.000 Tacken…und hat’n 360er Hinterreifen…wolln wa die haben???“

„Altaaaa…mach‘ net lange rum….her mit dem Flacheisen…!!!“

„Achja…ein paar schicke Oldtimer habe ich auch noch…Jaguar und so…ist das für Dich auch interessant?“

Mal so unter uns…ich kenne viele die auf Oldtimer abfahren…und es ist auch echt okay so…jedem Tierchen sein Plaisierchen…abba für mich is dat halt Altmetall…wenn mich was umwerfen soll muss es modern sein…giftig aussehen…ordentlich Bumms unter dem Häubchen haben und was aggressives mitbringen…so’n rundgeschnörkeltes Oldtimerle wäre da jetzt net so wirklich das was mir die Mundraum mit Wasser spült.

Dennoch: „klaaaaar…stell‘ hin die Dinger…die ballern wir auch mit durch…“ Muss mir ja net gefallen…muss nur auf meinen Bildern geil aussehen…nä?

Der Lamborghini war schon seit langer Zeit mein personliches Traumwägelchen…optisch böööööse…fett…kantig…einfach brutal. Diese Faszination des italienischen Supersportcars hielt genau so lange an bis ich in Dubai in einer Tiefgarage stand…und nicht wusste ob ich nu im Showroom von Lamborghini stehe…oder wirklich den privaten Spielplatz seiner Highness betreten hatte…

Erster Eindruck…Wahnsinn…diese Form…diese Erscheinungsbild…Erfuhrcht machte sich in mir breit. Ich war schon drauf und dran vor der Karre auf die Knie zu fallen um den Frontspoiler zu knutschen.
„Den orangenen da drüben…den kannste fahren…“ kam auf einmal von links…aber da war Stefan schneller…er hechtete zur Karre…öffnete das Flügeltürchen…nahm Platz…und kam sofort wieder herausgekrabbelt: „Dat is nix für mich…ich seh‘ da nix…“ also schmiss ich den Modus „große Klappe“ an: „kein Wunder…dat is’n Spaßmobil für Männer…lass‘ mich mal da ran…“ und schon saß ich drin.

Genau in DEM Moment war es mit der Faszination vorbei. Bei allem was jetzt kommt bitte bedenken…daß der Murcie jahrelang mein Traumwagen war…daß es kein Neid ist so etwas nicht zu besitzen…oder sonstige negativen Strahlungem mein Gehirn verseucht haben so etwas zu schreiben…

Das was eben noch so „Woooow“ war…war auf einmal eher ein…“öööhm???“ Ich saß in einem Serienfahrzeug…und habe so etwas peinliches wie diesen Innenraum noch nie zuvor in einem Wagen dessen Neupreis jenseits von 4000 EUR liegt in Natura zu Gesicht bekommen.

Mitteltunnel…eine Klappe…so labbrig montiert daß jeder Trabbi dagegen anstinken könnte…lieblos vernähtes Leder (und NEIN es war keine Replica)…welches sich vom schnöden Kunststoffuntergrund löste. Das Lenkrad kann man sicherlich als „Designerlenkrad“ durchgehen lassen…aber da müssen schon einige Promille im Designer versteckt werden um sowas auf die Menschheit loszulassen.

Lüftungsklappen für den Innenraum daß ich dachte „die hamse doch aus’m 1er Golf geklaut“…Okaay…Doppelkupplungsgetriebe mit Schaltpaddels…DAS ist geil…hochschalten rechts..runterschalten links…Rückwärtsgang durch Druck auf einen Knopf am Armaturenbrett…aber auch der hätte aus dem Zubehörregal vom Renault Clio kommen können…gaaanz übel.

„Darf ich mir mal ’s Motörchen ansehen?“ fragte ich den Meister im weissen Gewand…und schon sprang einer seiner Fahrzeugpfleger los um den Heckdeckel aufzuklappen. Was bisher aussah wie die Panzerung eines High End Jets…wirkte auf einmal wie ’n lasches Stück Blech was nichts mehr von seiner brachialen Gewalt an den Betrachter weitergab.

Der Überhammer…nix Edelstahlschrauben…jetzt ohne Witz…der Bock wird durch Schrauben zusammengehalten wie ich sie bei Obi zum Kilopreis von 2,95 EUR bekomme. Ich dachte eben faltet’s Dir die Herzklape zamm.

230.000 Tacken…für eine Möhre die optisch rüberkommt als würde Sie den Straßenbelag vom Untergrund reißen…und nach einem Blick in den Motorraum vermittelt: „Nicht schneller als 90…bitteee…zur eigenen Sicherheit nicht schneller als 90 fahren…“

Das kanns doch net sein…oder? Durch’s waschen ein feuchter Kofferraum…Wasser in den Rückleuchten…das Ding ist so dicht wie’n Sieb ohne Gitter. Und durch Zufall weiß ich wie ein Händler dieser exklusiven Sportwägelchen diese anpreist. Was die meeeegaaa Verarbeitung angeht…und blablubb. Machen wir uns nix vor…stehste in so einem Showroom…umzingelt von den Dingern…wirds feucht im Höschen.

Ich denke kein Schwein wird bei DEN Preisen und bei DER Aufmachung eines Fahrzeugverkaufsraums sich’n Kopp machen ob da was da rumsteht auch wirklich ordentlich zusammengedengelt ist. Ich meine wir reden immerhin von Preisen jenseits der 200.000 Euronen die da mal bei einem Kauf geschmeidig über die Ladentheke fliegen.

Naja…egal…ich war schon wieder viel zu ausschweifend. Fakt ist…Sepp kümmerte sich um die Zimmer für alle Teilnehmer des Shootings…Stefan und ich packten unsere 7 Sachen…und los gings nach München. Auf dem Weg dorthin bimmelte mein Handy im Dauerzustand. Visa sagt ab…also telefonisch eine neue klargemacht. Model sagt ab…also noch so ganz nebenbei für Ersatz geholt. So ging es fast 3 Stunden lang, bis ich schon fast den Überblick verlor.

An der Location angekommen stand schon Stefan da, wiederum ein Fotograf den ich über die Anfrage zu einem Einzelcoaching bei mir kennenlernte und mich einfach mal so beim Shooting vorher in Nürnberg am Set besuchte und schon dort eifrig als Helfer begeisterte.

Ihn nahm ich mit um („meinen“) Stefan (neee…ich bin nicht schwul *g*) zu entlasten…er war ja wieder mal degradiert das Video zu drehen. Also wurde Abends aufgebaut…und das erste weibliche Model traf ein. Danach tauchten noch Make-Up Artists auf…und ich wiegte mich in Sicherheit.

Ich mache hier mal einen Zeitsprung. Samstags stand ich da mit vielen gebuchten Zimmern…und (festhalten) 5 von 15 Models…davon 4 männliche.

Ich dachte mich trifft der Schlag…mein größtes und aufwendigstes Shooting…und keine Models da?

Einzigst und alleine EIN Model hielt es für nötig mir eine SMS zu schreiben…und ich kenne die Gute…wenn DIE mir absagt…ist entweder der Erdball auseinandergebrochen…oder was schlimmes passiert…okee…kein Problem. Model Simone…(die schon da war) konnte aber nur Samstags da sein. Geiles Kino.

Ich brachte den Samstag nur sehr unentspannt hinter mich…nur 1 weibliches Model…aber 4 Kerle…öööhm…nicht so dieeee Traumkonstellation die ich mir vorgestellt hatte.

Also rief ich bei Birdcage an: „Samma Ulli….haste Deine Models noch in der Zuchtstation…oder sind die schon auf dem Weg hierher?“ „Man hat versucht Dich anzurufen…aber Du bist nicht erreichbar!“ konterte er. Ich dachte nur „wat is?“ Ich habe doch noch SMS geschrieben und auch Antworten erhalten…was soll’n der Quark jetzt?.

Ich habe schon viel gelesen von Models die Fotografen sitzen lassen…einfach nicht auftauchen…und mit den lustigsten Ausreden um die Ecke kommen. Und wenn bei meinen freien Shootings nunmal 5 fehlen…is mir das auch egal…dann habe ich noch 10…und der Rest wandert auf die Blacklist.

Sonntags morgens wachte ich auf weil Stefans Handy im Raum tierisch Alarm schlug…es piepte im Dauerzustand…und auf einmal fing meins an.

Insgesamt 40 versäumte Anrufe und SMS…Okeeee…jetzt wirds lustig. Da hat sich aus irgendwelchen Gründen alles auf dem Server versammelt und wurde nicht durchgestellt. Kann passieren…hatte ich vor einem Jahr schon mal. Aber daß das bei 2 Personen passiert…mit 2 unterschiedlichen Netzbetreibern…das war mir neu.

Ich rief wieder Ulli an: „Du hattest recht…man hat mich angeschrieben und auch versucht anzurufen…“ und somit war es für mich ein Fehler der Technik. Schon alleine weil für mich das Kind in den Brunnen gefallen war. Bis ich dann mittags feststellte daß ALLE Anrufe und SMS von nur 3 Models ausgingen.

„Setzen…6….“ dachte ich nur…und machte das…was sich im Nachhinen als das einzigst richtige herausstellte. Ich fackelte das Shooting ab…mit all‘ den Möglichkeiten die mir zur Verfügung standen.
Klar…toll ist anders…aber wir hatten definitiv Spass…und was die Aufnahmen…bzw. die Endprodukte angeht im Bereich Bilder und Video…würde ich mal behaupten werden sich einige im Nachhinein ganz gepflegt in den Popo beißen mich einfach so hängen gelassen zu haben.

Wenn ich an Ursula Haas denke wird’s mir ganz anders…die hat sich da auch finanziell reingehängt um Ihren Mädels was zu ermöglichen…die mehr oder weniger für’n Arsch die Strecke auf sich genommen haben. An dieser Stelle: „DAS mache ich wieder gut…und zwar zu 200%“…die Planungen hierfür sind schon am laufen…und werden noch sehr lange dauern…einfach weil ich mit dem kommenden Projekt allem bisherigen die Krone aufsetzen möchte…da sicherlich nicht mehr kurzfristig plane…und mich auch entsprechend absichern werde.

Ich lernte am Set so vieles dazu…zum Beispiel daß man ein Fahrzeug in Perlmuttweiss mit Perleffektlack nur sehr bescheiden ausleuchten kann. Was diese Kiste an Licht zurückwarf ging auf keine Kuhhaut. Zu meiner Schande muss ich zugeben beim ersten Setting 2(!!!) Stunden Zeit und 13(!!!) Blitzköpfe zum Einsatz bringen musste um dem Ding seinen Look zu verpassen.

Und ich hatte ja eine Vorgabe im Hinterkopf. Ich wollte einen Look erzeugen der mir in windeseile ermöglicht den fertigen Aufnahmen einen Filmlook zu erzeugen. Ich wollte die Blitzköpfe ebenso Bestandteil der Aufnahmen werden lassen wie auch die Action der Models…es sollte aussehen wie an einem Filmset aufgenommen. Ein für mich völlig neuer Look der mir eine andere Art Aufnahmen ins Portfolio zaubern sollte.

Aber ich wollte auch klinisch klare Aufnahmen haben…die Oldtimer waren (bis auf ein Model Bauj. 1948) dafür sehr gut geeignet. Als Highlight erwies sich die Harley. Martin der Eigner hat mit dem Ding ein Fahrzeug entworfen welches im Fahrzeugbrief nicht mehr Harley Davidson als Hersteller stehen hat, sondern seinen eigenen Namen. An der Mühle ist nichts mehr Original. Der Rahmen wurde auseinandergetüddelt, neu zusammengeschweißt…alles drumherum durch feinstes Material neu aufgebaut.

Ein 2 Liter S&S Motörchen sorgt für ordentlich Bumms schon aus dem Drehzahlkeller und das optische Schmankerl drumherum ist auch mit viel Liebe zum Detail drangeklebt worden. Ein Fahrspass auf 2 Rädern der vielen Bikern schlaflose Nächte bereitet. Erstellungswert weit jenseits der 50.000 EUR.

Genau das war auch der Grund wieso die Aufnahmen mit dem Ding etwas verspannt rüberkommen. Niemand traute sich auf dem Teil entspannt in Pose zu werfen. Was wäre denn wenn der Hobel umkippt…klar…Martin stand keine 5 Meter von seinem Traumbike entfernt…und beobachtete sichtlich amüsiert aber auch angespannt das wilde Treiben um seine wilde Hilde. Seine bessere Hälfte meinte so nebenbei…“wenn die kippt siehste ’n Hechtsprung…der wirft sich eher drunter als daß der Bock’n Kratzer abbekommt…“

Ganz ehrlich…es geb mehrfach die Situation in der ich zur Salzsäule erstarrte weil das Teil wackelte. Wäre der Bock umgekippt…ich hätte nichts…aber auch gaaar nichts machen können…der Schock hätte mich steif gemacht…das bemerkte ich auf Anhieb.

Naja…die Bilder waren im Kasten und weiter gings mit den Oldies. Auch hier entstanden sicherlich nicht ganz alltägliche Aufnahmen die teilweise mit überaus viel Spass und teilweise sehr angespannt in den Knipskasten gedrückt wurde.

Alles in allem erlebten wir ein wahnsinnig geiles Wochenende in München…wobei…falsch…wir waren in Dachau…unweit von München. Ich danke all‘ denen die beim Shooting dabei waren…die uns ermöglicht haben unsere Bilder und Videotakes in den Kasten zu bekommen…und die mit Eifer und Einsatz alles gaben das beste aus der „model-losen“ Geschichte zu machen.

Das nächste mal passiert sowas sicherlich nicht mehr… 😀

LG

Euer Zottl

die Crew in Dubai

geschrieben von admin | Allgemein,Spezielle Fotografie | Donnerstag 11 August 2011 13:57
Ganz ehrlich? Ich war mir echt unsicher ob ich den Clip veröffentlichen sollte…oder einfach nur „für uns“ ins Archiv werfe.

So’n zusammengehacktes Teil habe ich sicherlich noch nie vorher geschnitten…zumal da so rein gar nix rumkommt. Alles was es hier zu sehen gibt sind Szenen die mehr oder weniger im vorbeigehen oder durch Zufall entstanden sind.

Der Clip hat keinen Anspruch auf irgendwas, sondern zeigt einfach nur mal eben einen kleinen Teil des Flughafens mit seinen Lichtspielereien…das Atlantis-Hotel…eine „Hütte“ in der Mitarbeiter „aufbewahrt“ werden…und ein bissi was von der Palme (Palm Jumeirah).

Auch meine rechte Hand Stefan kam dort zum shooten und Daniela Pietralla kümmerte sich vor Ort um die Visagistik. Von den eigentlichen Jobs darf ich nichts zeigen…aber das habe ich an anderen Stellen schon mehrfach erläutert.

Also, nicht motzen was das für’n komischer Clip sein soll…ich weiß es. *gg*

LG

Zottl

Back from Dubai – Part II

geschrieben von admin | Allgemein,Spezielle Fotografie | Sonntag 31 Juli 2011 05:48
Meine Fresse…war das ’n Rückflug. Ich habe Flugangst…japp…aber wenns drum geht irgendwohin zu fliegen um zu shooten ist mir das recht Latte. Turbulenzen sind mir zwar unangenehm aber die stecke ich noch weg, aber was ich nicht wegstecke…ist das Gefühl zu haben daß da jemand den Airbus steuert…dem nicht bewusst ist daß er im „real Life“ ist…und nicht an der Playstation zockt. Der Fatzke der da in der Kanzel am Knüppel spielte hatte entweder ’n Zitteraal gefrühstückt…oder sein Kollege hat ihn mit einem Elektroschocker gefoppt. Okay…ich bin am Stück in Deutschland angekommen (Merke: „runter kommen’se alle…) und habe immer noch den Schrecken im Nacken…aber es ist vorbei und alles ist gut. Daß man aber in der Luft rumgondeln kann, als würde man mit 3 Promille mit einem tiefergebreiterten Prolo-Polo über eine Schotterpiste fegen…war eine völlig neue Erfahrung.

Joah…Dubai Part II…ich war ja echt schneller wieder drüben als ich dachte und wieder einmal bin ich von den Eindrücken geflasht. Das geniale ist ja, daß man zwischenzeitlich irgendwie einen Draht zu den Kunden da drüben aufgebaut hat, man deren Denke immer besser kennenlernt…und mitbekommt auf was die so (jeder für sich) Wert legen. Eines haben die Jungs da unten alle gemeinsam, jeder will das beste aus seinen Ideen umgesetzt sehen und dafür gibt es dann auch keine Handbremse oder gar’n Rückwärtsgang. Es gibt nur einen einzigen Weg…den nach vorne. Dementsprechend werden da drüben auch die Shootings angegangen. Geplant wird nicht wirklich tiefgreifend…“ich will das so und so und so…“ dann kommen ein paar Telefonate der persönlichen „Betreuer“…und dann heißt es nur noch: „dies ist safe, das ist safe und jenes ist auch safe…“

Locations, Models, Make-Up Artists, Klamotten blaaablubb…alles was man hier an Zeit verballert um sich alles zusammenzustricken, ist da drüben eine Sache von Stunden. Dementsprechend „unentspannt“ sind dann auch die Jobs. Nicht daß diese keinen Spaß machen würden…nur ist das mit den Produktionen aus D…die ich bisher kennenlernte…nicht vergleichbar.

Für die Leser, welche die anderen Artikel nicht gelesen bzw. übersprungen haben noch eine kleine Anmerkung weshalb es hier keine Bilder zu sehen gibt die ich dort im Auftrag gemacht habe. Ich habe Verträge, die meinen Kunden die exklusiven Veröffentlichungsrechte zusichern. Ob die von mir erstellten Aufnahmen in Dubai jetzt im Netz landen, in einem Büchlein, im Großformatdruck oder sonstwo könnte ich eh nicht nachvollziehen. Also trete ich alle Veröffentlichungsrechte exklusiv ab, verlange hierfür natürlich einen entsprechenden Gesamtpreis und alle sind glücklich. Alle Aufnahmen mit „menschlichen“ Inhalten sind für mich tabu…(was die Veröffentlichungen angeht) einzigst die „menschenlosen“ Aufnahmen…die darf ich zeigen…diese wurden dann von mir einfach mal so nebenbei mitgeknipst.

Dubai ist anders…und die…die da in den obersten Reihen sitzen…sind noch 3 mal anders als das was ich in D als „extrem“ bezeichnen würde.

Ohne wirklich tief drauf einzugehen wie da unten „organisiert“ wird mal ein paar schnelle Einblicke damit man mal rafft wie man da unten Shootings zusammenbastelt.

„Her Highness“ findet eine SedCard eines Models auf der Seite einer Agentur…“die muss es sein“…also rufen seine Leute da an…und kommen mit der Nachricht zurück: „Das Model ist zur Zeit nicht verfügbar…sie ist bei einem Kunden in den USA und da fest für einen großen Job gebucht“. 2 Tage später stand die Gute vor meiner Linse…freigekauft und eingeflogen. *koppschüddel*

Einem etwas eigensinnigen „Kollegen“…ebenfalls Scheich…ist der kleine rote Sportwagen mit dem Pferdchen drauf unterm Hintern weggebröselt…also nicht ganz…das Motörchen hatte Husten und wollte einfach nicht mehr so wie der Besitzer. Ein Anruf…und schon kamen die persönlichen Fahrzeugbetreuer und fuhren den Flitzer in eine Werkstatt. Jeder andere wäre zurück in die klimatisierte und luftbereinigte Tiefgarage…in der so 50 der wohl geilsten Supersportwagen vor sich hingammeln…und hätte sich ein anderes Spielzeug genommen um zu fahren…

Neeeee…wir fuhren mit 5 Jeeps zu einem Fahrzeug-Dealer…folgten dem großen Meister…der großen Schrittes den Verkaufsraum betrat sich umschaute und dann auf einen Ferrari deutete…“Den da…JETZT!!!“

15 min. später wurde die Fahrt fortgesetzt…wir in den Jeeps…und einer in einem weißen Gewand…fröhlich grinsend in einem niegelnagelneuen Ferrari…den er sich eben schnell gekauft hatte.

Hätten wir es nicht live erlebt…wir würden es als Märchen abtun.

Ich habe einige kleine Schnappschüsse mit dem iPhone gemacht…zumindest in meinem Blog sollten davon ein paar ihren Platz finden. Nur dumm wenn man einen Tag vorm Abflug feststellt daß das Ding weg ist. Auch wenn ich keiner bin der regelmäßig etwas verliert…DAS war ein Schlag ins Gesicht. Alle Bilder weg…alle Kontakte weg…Amok. Ich habe einen Tag vorher zumindest die Kontakte synchronisiert…etwas was ich maximal monatlich mache…Glück im Unglück.

Sicherlich habe ich vieles erlebt…denke aber zwischenzeitlich dass es unsinnig ist sich hier einen Wolf zu schreiben ohne irgendwelche Bilder, die das unterstreichen könnten was da so alles zusammenkam.

Da die einzigsten Aufnahmen die ich zeigen konnte in der Nacht und „menschenlos“ entstanden…und diese die einzigsten Aufnahmen sind die ich auch zeigen darf…habe ich mich entschlossen mich auf diese Thematik zu beschränken.

Es ging darum Aufnahmen der Sheik Zayed Road zu machen. Diese Aufnahmen sollen in diversen Touristik-Guides, Infobroschüren veröffentlicht werden. Bevor man also nun sinnlos irgendeinen Straße knipst ist es sinnvoll sich ein bisschen über diese zu informieren.

Die Sheikh Zayed Road ist die ehemals Trade Center Road genannte und größte und auch bekannteste Straße Dubais. Die Schnellstraße hat sich in den vergangenen Jahren zur Hauptverkehrsachse der Wüstenstadt entwickelt und verbindet nahezu alle Stadtteile des modernen Dubai. Sie verläuft parallel zur Küstenlinie vom Kreisverkehr am World Trade Centre bis zur Grenze zum Emirat Abu Dhabi in der Gegend von Dschabal Ali. Die Nutzung der Straße ist teilweise mautpflichtig.

Die 52 km lange Schnellstraße hat mehrere sehr große Verkehrsknotenpunkte und verläuft bis zur Grenze Abu Dhabis. Die Sheikh Zayed Road ist an der breitesten Stelle je Richtung sechs Spuren breit, zzgl. parallel laufender Nebenfahrbahnen, auf denen das Halten (anders als auf der Hauptfahrbahn) erlaubt ist. Sie ist beinahe ausschließlich auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet: Für Fußgänger existieren nur wenige Brücken und Unterführungen, um die Straße zu überqueren. Mancherorts ist es erforderlich mehrere Kilometer weit zu fahren, nur um die Straßenseite zu wechseln. Dies hat sich mit der Teileröffnung der Dubai Metro im September 2009 verbessert. Die auf Viadukten an der südlichen Seite fast auf der gesamten Länge der Sheikh Zayed Road verlaufene Metro bietet an ihren Haltepunkten jeweils auch eine Straßenüberführung für Fußgänger an.

Die bisher starke Ausrichtung auf den motorisierten Verkehr hat es mit sich gebracht, dass die Sheikh Zayed Road trotz ihrer immer dichter werdenden Bebauung noch kein echtes großstädtisches Flair entwickeln konnte: die getrennten Seiten kommunizieren kaum miteinander, der Fußgänger fühlt sich allein gelassen und bewegt sich notgedrungen im engeren Umfeld seiner Hochhausumgebung.

Die damals Trade Center Road genannte und weitgehend unbebaute Straße wurde Ende der Neunziger Jahre instandgesetzt und nach dem ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate Scheich Zayed bin Sultan Al Nahayan benannt. In Folge entstanden vor allem im ersten Abschnitt der Schnellstraße zwischen den Verkehrsknotenpunkten eins und zwei die meisten der in den letzten Jahren gebauten Wolkenkratzer von Dubai wie dem Burdsch Chalifa (Burj Kalifa) oder den Emirates Towers. Im weiteren Verlauf werden immer mehr Wolkenkratzer errichtet, die auch an das neue Stadtzentrum Downtown Dubai anschließen. Die Entwicklung der Straße erinnert damit an die Entwicklung des Las Vegas Strip, entlang dessen sich das Leben ebenfalls in die Wüste ausbreitet und dadurch das ursprüngliche Stadtzentrum immer bedeutungsloser werden lässt.

Große Einkaufszentren wie die Ibn Battuta Shopping Mall, die Mall of the Emirates oder die Dubai Marina Mall liegen an der Sheikh Zayed Road, ebenso wie das Dubai International Financial Centre, Dubai Internet City und Dubai Media City.

Diese Straße sollte ich also „in Szene setzen“ und fühlte mich mit dieser Aufgabe erstmal schlichtweg überfordert. Mir wurde angeboten mit dem Heli herumgegondelt zu werden um dann von oben „draufzuhalten“. Erfahrungen mit Luftaufnahmen konnte ich in Dubai schon so einige sammeln…aber es waren 2 Dinge die mich davon abhielten. Zum einen ist es so daß Dubai gerne in einer Dunstwolke liegt…nicht immer und überall ersichtlich ist es aber von oben so daß alles etwas „milchig“ erscheint. Dazu kommt die Tatsache daß man bei Aufnahmen am Tag erstmal herausklamüsern muss um was es auf einer solchen Aufnahme überhaupt geht. Hotels aus dem Heli abzulichten ist kein Ding…aber eine Straße? Ich stellte mit diese Schüsse echt langweilig vor. Also war mein Vorschlag daß Ganze auf Nachts zu verschieben. Der Heli sollte sich ausruhen können und ich wollte einfach von einem der Wolkenkratzer sehen was denn da auf mich zukommen würde, wenn man das so starten würde wie ich es mir vorgestellt hatte.

Also setzte sich der Tross in Bewegung, obwohl ich genau erklärte daß ich bei Nachtaufnahmen keinerlei Helfer benötigen würde, da ich weder Stative noch Lichtformer noch Blitzköpfe benötigen würde. Dies wurde überhört und so fuhren wir mit 5 Jeeps die Road entlang. „Wo willst Du denn die Aufnahmen machen?“ wurde ich gefragt…“Keine Ahnung…vielleicht sollte ich mal erfahren welche Bereiche der Straße denn interessant sind um für die geplanten Verwendungszwecke abgelichtet zu werden…?“ gab ich zurück…“Ja sag‘ doch mal was Du denn genau ablichten würdest?“….

Ich dachte ich bekomm‘ ’n Vogel…woher sollte ich denn wissen was die auf den Bildchen sehen wollten? Einfach ist anders…und irgendwann hörte ich was von einem Knotenpunkt…einem Hotel welches ja uuunbedingt auf den Bildern zu sehen sein soollte…usw.

Endlich mal Anhaltspumkte…also fuhren wir mal diesen Knotenpunkt an…was natürlich so sinvoll ist wie sich ein Loch ins Knie zu bohren. Was bringt einem die Fahrt auf einer Straße wenn man nicht weiß wie es von oben aussieht?

Also schlug ich vor einen der anliegenden Wolkenkratzer anzusteuern und da drinnen einfach mal aus einem Zimmer heraus zu sehen was das denn für ein Anblick ist…bzw. um absehen zu können was da an Ergebnissen zu erwarten war.

So fuhren wir ans „Gloria-Hotel“ klärten die Hoteliers darüber auf daß hier mal eben schnell eine Zimmer mit Blick auf die Straße benötigt werden würde…und keine 5 min. später stand ich umringt von ca. 10 Mann in einer Suite mit Blick auf die Road. Mein lieber Schwan…so langsam raffte ich wohin die Reise gehen sollte…das Hotel lag so genial daß ein Ablichten der Straße sicherlich gut funktionieren würde.

Ich packte also meine Knipse aufs Stativ…und machte mal einen Testschuss. Das was das Display uns anzeigte…liess uns alle euphorisch werden. Kurzer Smalltalk…’ne Kippe auf dem Balkon…und es stand fest „wir müssen aufs Dach“.

Ich versichere…auch in Dubai ist es ein Unding mal eben jemanden aufs Dach eines Wolkenkratzers zu bekommen…ich bekam ein paar Gesprächsfetzen mit…und der Gesichtsausdruck des Hotelobermeisterfuzzies sprach Bände. Genau solange bis „her Highness“ auftauchte…der Gesichtsausdruck änderte sich in ein nettes Grinen und wir wurden sofort in das oberste Stockwerk begleitet. Von dort aus führt eine Mischung aus Leiter und Stufen dann aufs Dach. Auch wenn unten alles ruhig und warm ist…auf dem Dächlein pfeift der Wind die Hosenflatter-Polka…und zwar in zweierlei Hinsicht.

Zum einen muss ich zugeben nicht Respekt…sondern schlichtweg Schiss gehabt zu haben…der Blick von irgendwas um die 40 Stückwerke nach unten…öööhm…dat is ganz schön heftig. Bei einem Kampfgewicht von 60 Kilo…ist die Masse gegen den Wind der da oben seine Meter zieht nicht wirklich nennenswert…also war für die Jungs klar: „Den binden wir an…“

Um Reparaturen auszuführen…Sicherheitschecks zu machen und alle Arbeiten die da oben vorgenommen werden existieren Personensicherungen in Form von komischen „Westen“ die dann mit einem Karabiner an einer Zugvorrichtung befestigt werden…die einen mit einem Stahlseil und einer Rolle verbindet. Kullert man also vom Dach…erkennt die Elektronik „aha…eben bewegt der sich aber schnell…ich mach mal zu“…und bevor man also richtig in Fahrt kommt…um den freien Fall entlang der Häuserwand zu erleben…packt man es maximal die Kante des Häuschens zu passieren…viel weiter kommt man da nicht.

Ich bekam die Weste an…aber ohne Flachs…ich konnte so nicht arbeiten…jeden Schritt den ich machte machte die Elektronik auf „Zug“ und ich konnte mich einfach nicht frei bewegen…also zog ich die Weste wieder aus…und begann die ersten Aufnahmen etwa 3m vor dem Abgrund zu machen. Man kennt es ja…dies und das ist nichts…und jenes müsste auch anders sein…also musste ich nach vorn…gaaanz nah an den Rand und ich hatte Bammel…und zwar nicht zu knapp.

Also erstmal ’n Kippchen an…Stativ in Position geschoben…und dann gib ihm… 😀

Alle Nicht-Fotografen können den kommenden Abschnitt einfach überspringen:

Ich stand also da oben…die 5D auf einem 055er Manfrotto-Stativ…als Kopf den 322RC2 montiert (ich liebe das Ding) und den Kabelfernauslöser drangeschnuddelt…
Blende 13-16…Belichtungszeit zwischen 20 und 30 sec. auf Deutsch…entspanntes arbeiten. Durchglotzen…Ausschnitt bestimmen…druffdrücken…warten… 😀
Jedes Bildchen was da auf dem Display zu sehen war wurde auch sofort kommentiert…“Hammer was der Deutsche da macht…ohne Technik…nur mit der nackten Kamera soooolche Bilder…“ ich hab‘ innerlich guuut gegrinst. Bekanntermaßen besitze ich ja nur 2 Objektive…einmal das 50mm 1.8 Plastikbomberle von Canon…und zum anderen das 70-200 L 4.0…ohne IS…ohne Trallala und Hopsassa…primitivste Technik…die allerdings bisher immer ausreichte. Meine 3x 1GB CF’s + 1x 4GB CF’s sollten für meinen Job da unten vielleicht etwas schmal bemessen sein…also bekam ich kollegiale Unterstützung von den „Kartensammlern“ Martin Krolop & Marc Gerst die Jungs schickten mir ein Paket…voll mit Karten..8GB’s…16GB’s…öööhm…damit hätte ich eine Weltreise auf RAW bannen können…aber für Dubai war das echt overpowered…*gg* Mehr als dankbar war ich trotzem…

Wer mir auch den Hintern gerettet hatte war Martin Achatzi…der Gute ist nicht nur Fachmann wenns um die besten Kameras geht…(nein…ich nenne keine Marken…*fg*) sondern auch jemand der Mitleid mit kleinen zottligen Fotografen hat…die leider völlig unterobjektiv-iert sind…also erreichte mich ein Paket…mit einem krachneuen 24-105mm 4.0

Dat war wie Weihnachten…so kurz vorm Abflug… 😀

Genau dieses Objektiv war es dann auch was mir die Aufnahmen da oben ermöglicht hat…und nicht nur das…egal ob im Palast…in der Wüste…oder auf der Palme…das Glas hat sich dort zum Allheilmittel entwickelt…und konnte leeeiiider nicht mehr an Martin zurückgehen. Die geplante Leihgabe entwickelte sich zum „dat bleibt bei mir…“ und Martin hatte das Nachsehen… *fg*

Gleiches Dilemma überfiel auch die Jungs von California Sunbounce…ich machte die madig…mit was für Aufnahmen ich nach Deutschland kommen würde…und welch‘ fetten Videos ich dort drehen würde…ich bekam Sponsor-Material…und dann kam ich nach Hause…und hatte NICHTS vorzuweisen. Meine Mail an Sunbounce trug den Betreff: „Ich schäme mich so…“ Das Ende vom Lied…auch Sunbounce bekam nichts mehr der Leihgaben von mir zurück…ich hab dat Zeugs direkt abgekauft… 😀

Zurück zu den Aufnahmen…ich arbeitete da oben lange…seehr lange…und da Langzeitbelichtungen für’n „Zuschauer“ jetzt nicht so die Action bieten…war es das erste mal daß es nicht so lange dauerte bis ich bis auf 2 „Beschützer“ da oben alleine war. Ich konnte mich da echt entspannen…der Wind liess nach…es war ruhig…meine Knipse klickte im 30sec. Takt…saucool.






Der goldene Schuss

geschrieben von admin | Allgemein,Spezielle Fotografie | Mittwoch 18 Mai 2011 16:19

So richtig kann ich das was gerade um mich herum passiert selbst noch nicht glauben…zumal die Ernsthaftigkeits dieses Artikels sehr schnell angezweifelt werden kann…aber das habe ich mir selbst zuzuschreiben… Als netten Aprilscherz hatte ich mir erlaubt ein (Fake-)Shooting auszuschreiben. 

2 Wochen Karibik, Bikini-Shooting, Luxus bis unter die Decke und noch fett Kohle packte ich in ein rundum Sorglos-Paket und erfreute mich an den hunderten Zuschriften die da reinflatterten…*g* Naja…April ist vorbei…und momentan ist echt alles grün…tolle Jobs flattern ins Haus…ich gönne mir hin und wieder ein nettes „freies“ Projektshooting…der Verkauf der neuen Lichtformer geht seinen Weg…und auch das was im Hintergrund passiert ist recht nett.

Gerade das was JETZT passiert ist (zumindest für mich) auf einem Level angesiedelt welches ich mir nie hätte erträumen lassen. Aber…ich fange mal von vorne an. Man kennt es ja…meistens kommt alles anders…und zweitens als man denkt.

Ich war also vor kurzem in einer Notlage…hatte 2 Videos gedreht…und jedesmal waren die Umstände zu besch…eiden um das…was das Video als Inhalt bekommen sollte umzusetzen. Es drehte sich um einen der neuen Lichtformer…im speziellen den großen Para (Parabolic Umbrella) der bisher aufgrund seiner Größe von 230cm Durchmessern und dem dazugehörigen Stativ mit 190cm Höhe im kleinsten Zustand…einfach zu hoch war für die Locations die da zum tragen kamen.

Also musste ich ein neues Shooting klarmachen um endlich im Video zeigen zu können wie das Riesenviech da im Einsatz losmarschiert…also bekam ich durch Stefanie Diehl den Marmorsaal in Stuttgart organisiert…und konnte mich da austoben…das Video war im Kasten…zusammen mit ein paar netten Aufnahmen die da als Ergebnis zum Vorschein kamen.

Eine dieser Aufnahmen zeigt eine Szenerie die ich mir vor Ort einfallen liess…also einfach drauf los improvisiert. Ein nachgemachter Ray Charles am Flügel…ein paar hübsche Ladies die ich um einen Tisch platzierte…und als Hauptlicht eben jener genannte riesige Schirm. Das ganze nett bearbeitet…fertig.

Die Aufnahme fand Gefallen…ich bekam viele Anfragen über das wie und was…und wie der Zufall es wollte…bekam diese Aufnahme jemand zu Gesicht der…hmm…nennen wir es „Sohn eines einflussreichen Mannes“ sein Leben fristet. Eben jene Person schickte diese Aufnahme an seinen Vater…und brachte damit einen Stein ins Rollen den man dezent als Lawine bezeichnen könnte.

Das Ende vom Lied: Ich fliege nach Dubai…und neee…ich mache da keinen Urlaub…ich arbeite dort. Ein Traum…arbeiten wo andere Urlaub machen…Wahnsinn…*grmpf*

Nur sind die Umstände dann doch nicht so daß ich mich dort an irgendwelche architektonischen Bauwerke stürze…neee…ich habe eine Mission zu erfüllen…*g* Ich arbeite da…wo ander nicht mal eben so hinkommen…und fotografiere das…was andere nur vermuten können…weil es für die öffentlichen Augen immer gut verpackt ist…

Die Bilder werden die Location nicht verlassen…ich muss die Karten nach dem Shooting direkt abgeben…Bilder die ich bearbeite…muss ich unter Argus-Augen vor Ort bearbeiten…und erst wenn ich von Kopp bis Fuß gechecked wurde…verlasse ich diese Location wieder…

Nun ist es ja für einen Knipsografen schon doof wenn er arbeitet und so rein gar nichts von dem Ganzen zeigen darf…und genau das wurde da drüben dann auf den Tisch gepackt…und das schöne ist…ich wurde gefragt was man denn tun müsste um diese Problematik zu bekämpfen.

Nun jaaa…Dubai soll ja angeblich schon das ein oder andere Eckchen parat halten was nette Shooting-Locations angeht…dumm nur…daß man da keine Genehmigung bekommt sich mal im richtig großen Stil auszutoben…und wenn man einen Fotografen glücklich machen möchte…müsste man eigentlich nur ermöglichen daß man sich frei und geschmeidig überall da austoben darf wo man als Normalsterblicher eher das Stativ auf den Kopf bekommt…

genau das ist auch der Grund wieso 2 nette Menschen jetzt da drüben rumflitzen…und mir Bilder schicken ob mir diese oder jene Location zusagen würden. Ganz ehrlich…so ganz fassen kann ich das alles selbst nicht…

Das Thema „Model“ ist natürlich auch nicht gaaanz so einfach…auch wenn bekannt ist daß sich da drüben die Crème de la Crème tummelt was die Model-Hoheiten angeht…und auch da wird wohl schon mal rumconnected um mir da „etwas unter die Arme zu greifen“…um mich da bloß nicht auflaufen zu lassen wurde auch gleich mal zugesichert daß ich 4 Leute mitbringen kann…um einen flüssigen Arbeitsablauf zu bekommen…die natürlich „eingeladen“ sind…und sich weder um’s Dach über’m Kopf noch um das Futter einen Kopf machen müssen…auch was die Logistik angeht…alles…ich meine wirklich alles was ich an Technik besitze da rüber zu fliegen…“ich solle das nicht zu meinem Problem machen…weil es kein Problem ist…“ Okeeee…wer will da schon widersprechen? Ich sicherlich nicht…

Kurzum…einmal gaaanz locker bitte… 😀

Joooah…Ende Juni gehts los…bei geschätzten 54°c denke ich sollte mein Köfferchen nicht überlastet werden…da kann selbst ich meine Pullis im Schrank lassen…und jaaa…auch meine Stiefel werde ich in good old Germany lassen…meine typischen Farben was die Klamotten angehen werden sich von dunkelbunt in die helleren Bereiche wandeln…und ich werde da drüben wohl so vor der Videokamera rumhüpfen wie man mich eigentlich so gar net kennt…

Aber heey…das Ganze ist ja echt was besonderes…da kann man auch mal ’ne Ausnahme machen…nur die Haare…die bleiben druff…da gibbet kein links und kein rechts…

Nun packt man sich da ja kein Risiko in den Koffer und nimmt irgendweeeen mit auf die Reise…sondern schnappt sich dieeee Leute…die einem in der Zeit in der es vielleicht nicht immer ganz so einfach und entspannt war zur Seite standen…und die bewiesen haben daß es bei gemeinschaftlichen Produktionen nicht immer nur um Kohle geht. Stefan muss so oder so mit…der muss filmen…auf diese Videos bin ich spitz wie Nachbars Lumpi…und da ich ja so’n Faible für geile Make-Ups habe…muss ich da natürlich gleich Person Nummer 2 auf den Plan rufen…die für mich da mal so richtig die Puderquaste zum glühen bringt… Megi Kertusha…die immer wieder die extremsten Bedingungen gemeistert hat wenn mein Kopf sagte: „Die muss das genau soooooo machen…“ hat Megi mehr als nur einmal bewiesen daß ich sie frei arbeiten lassen kann…und das Ergbnis dann genau so aussieht wie ich mir das vorstelle…

Jetzt hamma noch Platz für 2 weitere Team-Vervollständiger…und da ich kaum vorhabe mir da bei diesem Besuch Land und Leute anzuschauen…sondern mir die Seele aus dem Hals shooten will…wird’s wohl damit enden daß ich noch 2 Models einpacke…die da unten mal live erleben dürfen was es heißt wenn 25 Stunden am Tag geshootet wird… 😀

Eine der geilsten Unterstützeraktionen kam von Martin Krolop und Marc Gerst…diese beiden Kollegen haben mir mal eben schnell den Direktkontakt zu Martin Achatzi klargemacht. Selten so eine verdammt coole Socke kennengelernt (leider noch nicht live)…aber Dank Martin darf ich da auf ein bissi Erweiterung meines technischen Equipments bauen…um den ein oder anderen Schuss mit nach Hause zu nehmen…der mir mit meiner bestehenden Objektivauswahl wohl so nicht gelingen würde…an dieser Stelle schon mal mein Dank an beide Martins…und auch an Marc…der da erstmal mein Ansprechpartner war. 😀

Da ich da sicherlich seeeehr aussergewöhnliche Bilder mitbringen werde…frei aus meinem Sammelsurium an Lichttechnik schöpfen darf…sollte es an qualitativ hochwertigen Ergebnissen sicherlich nicht mangeln…sollte jemand für sich sagen: „heeey…da könnte man doch meine Produkte…meine Blaa…und Blubb mit einbeziehen…“ darf mich gerne anschreiben…Produkt-Placement im Video ist da genau so möglich wie auch Werbeaufnahmen nach Vorgabe…ich bin da wie gesagt sehr frei und von den Möglichkeiten fast unbegrenzt… 😉

Also schauen wir mal was da passiert…und vor allem…was da an Bild- & Videomaterial auftauchen wird…

Noch sind über 4 Wochen Zeit da was zu reißen…und zu organisieren…von daher…allet jaaanz easy…aber ich gebe zu…ich bin verdammt hibbelig…*g*

LG

Euer Zottl

Das Dubai-Shooting Projekt wird unterstützt von:




Update:

19. Mai: Genehmigung erhalten…“the Palm“ ist safe…freies arbeiten von vorne bis hinten… 😀

20. Mai: Die Geschichte macht Ihre Runde…erste Agenturen fragen ob ich deren Models einplanen könnte… 😀

22. Mai: Schlagworte wie: Straussenfarm, Wüstenshooting, Lamborghini, Ferrari & weitere Luxuskarossen fallen in einem Telefonat…

27. Mai: California Sunbounce unterstützt das Projekt und veröffentlicht unsere Videos und Bilder die wir mit deren Equipment shooten auf deren Seite

Fotografie und Kindererziehung

geschrieben von admin | Models & Shootings,Spezielle Fotografie | Dienstag 5 April 2011 16:40
Ja…der Titel mag etwas komisch klingen…hat aber definitiv seinen Grund. Auch wenn das eine erstmal nichts mit dem anderen zu tun hat…habe ich am Samstag etwas erlebt was mich dazu überredete mal diese beiden Faktoren zu einem Blogeintrag zusammenzufassen.

Eigentlich war geplant 2 Reflektoren der neuen PRO-SERIES von Illuminate Flashsystems bei einem Outdoor-Shooting ranzunehmen…um herauszufinden wie sich diese beiden Blechkannen bei Fashionaufnahmen im Freien so schlagen. Also habe ich eine Ausschreibung gestartet für ein Shooting mit dem Titel „Fashion in Nature“…hab 2 Models abgegrast die sich als „Opfer“ für diese Aktion meiner rechten Hand Stefan Riedel (der eigentlich für unsere Videos verantwortlich ist) und mir zur Verfügung stellen sollten.

Eine Location in Mannheim war auch gleich gefunden. Ein malerisches Fleckchen Erde am Rheinufer…mit altem Gehölz…einem trockenen Bachlauf…Steinen…und…und…und…

Nun bieten solche Locations nicht nur dem Fotografen einen netten Spielplatz…neee…auch Kinder erfreuen sich über solche Flächen die zum toben, buddeln und baden einladen.

Nach einem Fußmarsch wie er beim Militär nicht schlimmer sein könnte (wir hatten es wieder mal übertrieben, als wir die Technik zusammengeräumt hatten…) und alles an Trolleys, Explorern usw. an Ort und Stelle greifbar war…starteten wir den Aufbau. Die Models ließen sich von Kathrin Planert die Kriegsbemalung auflegen…Stefan und ich kümmerten uns darum die Blitztechnik zusammenzutüddeln.

Bei einer geschätzten Besucherzahl von 482836 Menschen dauerte es nicht lange bis wir umringt waren von interessierten Leuten die uns mit Fragen löcherten…womit ich…als geborene Labertasche…wirklich kein Problem habe.

In unmittelbarer Entfernung spielten ein paar Kinder im Alter von ca. 8 -12 Jahren Fußball…was uns veranlasste die Technik hinter einem maroden Baumstumpf zu parken. Man muss ja nicht mit Gewalt drauf warten bis der Ball unsere Stative wie Bowlingkegel in Richtung Boden befördert.

Kaum war alles aufgebaut stand ein Typ vor mir…Kategorie „Ich-bin-wichtig-ich-arbeite-uffm-Amt“. „Sagen Sie mal…sind sie denn auch ausreichend versichert wenn Sie hier so teure Technik aufbauen? Hier spielen Kinder!“ Während Stefan sich wortlos umdrehte, was ich besser auch getan hätte hörte ich mich sagen: „Ich frage mich eher ob die Eltern der Kinder entsprechend versichert sind…“ aaarghs….Zottl…einfach mal die Fr*sse halten…mensch. Diese nette Diskussionsgrundlage hätte ich mir besser erspart. Nach einem 5 min. Dialog des netten Herren in der beigen Bundfaltenhose war ich restlos über sämtliche Paragraphen, Gesetzbestimmungen und auch haarklein über den Begriff „Fahrlässigkeit“ aufgeklärt…naja…watt solls…irgendwas is ja immer.

Ich wollte nur noch loslegen, als schnappte ich mir Evelyn…mein erstes Model und zog mit ihr los. In der einen Hand das Stativ mit montiertem Blitzkopf und aufgesetzter Wide-Beam Beauty-Dish, in der anderen Hand einen der Innovatronix Explorer. Kaum da angekommen wo ich die ersten Aufnahmen machen wollte waren wir umringt von einer freudigen Kinderschar die sich drum rissen irgendwie mit auf’s Bild zu kommen. Ein freundliches „könnt ihr alle mal da rüber gehen…da könnt ihr zuschauen und ich in Ruhe arbeiten“ brachte den erwünschten Erfolg…naja…fast.

2 knuddelige Jungs dachten daß das die ideale Chance ist mal einen Fotografen zur Weißglut zu bringen und liessen sich nicht dazu überreden sich direkt hinter dem Model zu platzieren.

Okeeee…kein Thema…Licht eingestellt…die ersten Aufnahmen mit den Rotznasen im Hintergrund gemacht…und dann noch einmal gaaanz freundlich drauf aurmerksam gemacht daß es wirklich superlieb wäre, wenn man sich jetzt zu den anderen Kindern gesellen würde um mich in Ruhe meine Bilder machen zu lassen. Erfolg…die beiden zogen von dannen.

Ab da lief alles wie geschmiert…wir testeten in den unterschiedlichsten Einstellungen…shooteten hier…und da…und bekamen auf einmal Besuch von ein paar Mädchen die uns wortlos aber gebannt zuschauten. Dann fiel ein Spruch den ich als Witz einordnete: „Die Jungs von vorhin haben Sand in Ihre Dinger gefüllt!“ Ich fragte: „was für Dinger?“ Die Antwort haute mich fast aus den Schuhen: „na in Ihre Taschen und so…“

Ich bin jetzt nicht soooo der Sportler…aber der Sprint zurück ans Material-Lager konnte sich sehen lassen. Dort angekommen zeigte sich wie multifunktionell die Taschen, Trolleys und auch die neuen Reflektoren eigentlich sind. Dienen diese nicht nur dem Transport und der Formung von Licht…neee…man kann da auch super Steine reinpacken…diese als Wurfziele einsetzen…mit Sand befüllen und mit Rindenstücken und Ästen garnieren.

Ich sage mal so…mein Blutdruck erreichte Höhen die selbst einen Marathonläufer neidisch dreinschauen lassen könnten. Nach dem 3. mal ungläubigen hinschauen standen dann auch nochmal so 10 Mädchen um mich herum: „Das waren die beiden Jungs da…“ und zeigten auf einen Baum…auf dem sich 2 (ich überlege echt wie ich das jetzt ausdrücken soll) geistig minderbemittelte genetische Fehlschläge mit irgendwelchen Kletterübungen ala Rambo vergnügten.

Ich muss kurz anmerken…ich habe 2 Kinder…und weiß daß es sicherlich nicht immer gaaanz einfach ist diese Zwergenfraktion im Griff zu haben. Ich verurteile es Kinder zu schlagen…und noch weitaus mehr schlichtweg zu versagen…was Kindererziehung angeht. Auch wenn meine beiden Offsprings sehr temperamentvoll sind, gibt es im Falle eines Falles eine Sache die bei mir immer funktioniert. Der Blick in die Augen…der sagt: „Pass ma auf Herzele…jetzt noch so eine Aktion und Du erlebst einen Orkan den Du sicherlich nicht erleben willst…!!!“ Und siehe da…dat funzt. Ich behaupte also daß wenn es wirklich drauf und dran ginge…ich meine Zöglinge alleine mit einem Blick zur Ruhe bekomme. Das hat nichts mit Angst zu tun…da muss man vorher net feste draufkloppen…das ist ein Prozess der sich recht problemlos einspielt…wenn man Kindererziehung nicht nur als Wort im Duden kennt…sondern auch praktiziert.

Beim dem was die beiden dann verbal abliessen als sie mich sahen…und wussten daß ich der bin…dem die Sachen gehören die sie da mal eben zweckentfremdet haben…muss ich zugeben gaaanz komische Gedankengänge bekommen zu haben. „Komm‘ Michael (Name v.d. Redaktion geändert) wir holen unten am Wasser die großen Steine und werfen die auch noch in diese Schalen.“ darauf der andere Fraggle: „nee…die passen ja net mehr rein…die sind ja schon voll…!“

Jaaa..meine Gedanken wurden sehr sadistisch…ich sah vor meinem geistigen Auge ein Kind an Seilen zwischen 2 Autos gespannt…oder mit Sand gefüllten Mündern…eingebuddelt und mit Blumenerde gespickt…und weiß der Geier. Hätte ich eine Steinschleuder greifbar gehabt…ich denke sie wäre zum Einsatz gekommen… (*feix*)

Okaay…Stefan kam auch an den Ort der sicherlich nicht mehr lange als friedlich und familiär zu bezeichnen gewesen wäre…aber als ruhiger Pol unseres Teams weiß er wie man mich mit nur 2 Sätzen wieder soweit runterbekommt daß meine Gedanken wieder menschliche Züge annehmen.

Die „Rettung der Situation“ wurde durch die Mädchen herbeigeführt…die gemeinsam zu den Eltern der beiden Rüpel sprangen und diese wohl über das was die Jungs da angestellt hatten…aufklärten.

Ich hatte meine Sonnebrille auf…konnte also aus den Augenwinkeln erkennen was da jetzt wohl gleich passieren würde…aber Fehlanzeige…die beiden Papis kamen wohl nicht sooo ganz mit meiner Optik zurecht…und wussten nicht was wohl auf sie zukäme…würden sie mich jetzt so halbschräg von hinten anquatschen. (Manchmal isses gar net so schlecht wenn man aussieht wie so’n italienischer Hobbykiller.) Die eine Mami kam dann aber doch recht schnell angehechelt… „Michael, Jordan (Namen v.d. Redaktion geändern) ihr kommt jetzt sooooofort da runter!“ die Antwort kam per Express: „Nö!“

„Papi und ich gehen jetzt heim…dann bleibt ihr eben hier…tschüss…!“
Sorry…aber wenn ich auch nur EINMAL im Leben auch nur EINE Zeile über Kindererziehung gelesen habe…weiß ich daß man Kindern sowas nicht androht…wenn man sich nicht den Rest seines Lebens vor ihnen lächerlich machen will. Wenn ich sage: „Ich gehe…“ dann muss ich gehen…da wird net mehr rumgedreht…da wird net mehr geschaut…da wird hardcore weggelatscht…zurück zum Platz…und gut ist. Das ist eine EINMALIGE Erfahrung…die prägt…und in Zukunft viel Zeit und Nerven erspart. „Ich gehe jetzt wirklich!“ hörte ich die nette Dame nochmals krächzen…und da die Zwerge wohl nicht nur ein Verhalten haben wie’n Hackklotz…sondern wohl auch dauerverstopfte Ohren…hörte ich diesen Satz noch geschmeidige 5 mal…

Jaaa…manche ham’s halt drauf.

Stefan drückte ihr unterschwellig noch einen netten Spruch an die Backe…von mir kam da nichts mehr…ich war viel zu perplex wie viel „doof“ man in ca. 120 Kilo Mensch packen kann…und fing an unsere Sachen vom Sand zu befreien.

Wir schafften es dann noch in Ruhe zu shooten…hatten durchweg um die 10-20 Mädchen um uns rum…von denen nichts…aber auch gaaar nichts störendes kam.

Ich wollte immer einen Jungen ham…so’n zottligen Frechdachs…okeee…hätte net sooo geklappt…zumindest wüsste ich eines. Egal wie frech und aufgedreht er wäre…ein Blick…und es wäre Ruhe. Die Mädels waren durchweg schnuckelig…tuschelten immer irgendwas von: „die hat so tolle Haare“…“tolles Kleid“…und irgendwie hatte das was die da sahen was von Germanys next top Model…halt in Live…

Unser Test fiel positiv aus, die Lichtformer bestanden auf voller Linie…und im Gegensatz zu anderen Herstellern und Anbietern können wir…wenn wir die Sachen dann in Kürze im Online-Shop anbieten nicht nur Angaben zu Durchmesser, Gewicht und Farbe machen…wer’s genau wissen will…dem verrate ich gerne auch welches Fassungsvermögen an Sand da angesagt ist.

In diesem Sinne,

happy Shooting…

Gruß

Zottl

Da ich selbst zeitlich gerade gar nicht aus’m Quark komme…und noch keine Bilder bearbeiten konnte…habe ich nur die Bilder von Stefan in diesen Artikel gepackt. 🙂

pure POW[D]ER… die Ergebnisse

geschrieben von admin | Models & Shootings,Spezielle Fotografie | Montag 28 März 2011 08:59

Top Fotograf Kristian Schuller brachte die alte Idee mit dem sogenannten „Mehlstaub“- oder „Puder“-Shooting wieder nach vorne, als er dieses Thema bei Germanys next Top Model ablichtete. Eigentlich habe ich mich die letzten Jahre erfolgreich davor gedrückt die Themen von GNTM umzusetzen…zumal es hunderte Fotografen gibt…die sich nach einer Sendung sofort draufmachen diese Themen für sich zu nutzen.

Die Model-Kartei.de wird dann mit Aufnahmen zugebombt daß man denkt den Fotografen fällt nichts neues mehr ein…und genau diesen Schuh wollte ich mir nicht anziehen…naja…wollte…nä? Vor kurzer Zeit stand Fotografin Tamara Hiemenz bei mir im Studio: „Duuu Zottl…sag mal…könntest Du mir ein Shooting mit Technik bestücken?“ Als ich dann mitbekam was die Gute da vorhat…war bei mir auf einmal Kopfalarm angesagt…und wir einigten uns…das Shooting zu teilen.

Ich bringe Models, Make-Up Artists, Hairstylisten und Helfer…und darf die organisierte Location mitbenutzen…und mich da selbst austoben. Da es mir nichts bringt einfach just 4 Fun zu shooten…war es nicht ganz ohne Hintergedanken da mitspielen zu wollen. Die neuen Lichtformer der PRO-SERIES von Illuminate Flashsystems bestehen ja nicht nur aus den Para-Schirmen, sondern auch aus einer Palette an Reflektoren…die es auch fausdick hinter den Ohren haben. Also musste ich das irgendwie verbinden…und baute das Ganze zu einem Test-Shooting für die neuen Lichtwerfer aus.

Jetzt bringt so eine Location ja weitaus mehr…als nur die Möglichkeit Models zu bestäuben….ööhm…also zu pudern…also mit Puder zu bewerfen meine ich. Da wäre zum einen eine Waschanlage für LKW’s…Tankwagen…die einem auch sehr abgefahrene Bildmöglichkeiten geben…und natürlich die große Halle…in der wir dann den Staubzauber abwickeln durften.

Organisatorisch war alles ganz einfach…eine Ausschreibung auf Facebook: „Models gesucht“…dazu eine Ausschreibung: „Helfer gesucht“ und alles ging seinen Weg. Ich hatte das Glück ein super Helfer-Team an die Hand zu bekommen, welches sich voll reinhängte und das Shooting mit Leibeskräften unterstützte. Die Models waren Sahne…durchweg Alle…und mein absoluter Glücksgriff war die Glamour-Look Academy…die mir ihre Make-Up Artists und Hairstylisten zur Verfügung stellte. So entwickelte sich rund um Tamara und mich ein Team welches einfach nur rockte…mit Spass und voller Motivation nach vorne ging…und für einen Shooting-Tag sorgte der sicherlich allen Teilnehmern noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Gestartet wurde das Shooting in der LKW-Waschtraße…die eine kleine Tücke aufwies…entgegen der Annahme konnte der Wasserdruck nicht reguliert werden…also mussten wir uns entscheiden…Models zu shooten denen gerade die Haut von den Rippen gestrahlt wird…oder auf eine andere Technik zu setzen. Eine bereitgestellte Nebelmaschine und ein Wasserschlauch sorgten für eine neue Bildidee, die wir dann direkt umsetzten.

Also wurde die Nebelmaschine angeworfen…der Wasserschlauch startklar… und hiermit die ersten Aufnahmen gemacht.

Ein weiteres Special stellte ein frisch gereinigter Tankwagen dar, in dessen Tank wir die nächsten Aufnahmen machen konnten. Die Lichtführung gestaltete sich erst etwas problematisch, aber Dank eines entsprechend großen Reflektors, den wir über der Öffnung an der Oberseite des Tanks befestigten war auch das kein wirkliches Problem mehr. Das eigentliche Highlight folgte dann zum Schluss, in einer Halle in der eh staubiges Material gelagert wurde…Das „Mehl“-Shooting. Keine einfache Sache für die „Werfer“ da Mehlmenge, Wurfgeschwindigkeit, Aufprallwinkel und der Moment des Auslösens der Kamera einfach passen mussten.

In kürzester Zeit war auch dies eine Sache die wie am Schnürchen lief, und die ersten tollen Ergebnisse mit sich brachte.

So erlebten wir alle einen super Tag….mit einem genialen Team…und konnten recht stressbefreit das Shooting abwickeln. Dank der Unterstützung unserer Helfer war auch der Abbau in den späteren Abendstunden ruckzuck erledigt. Die Bildbearbeitung an sich war kein Hexenwerk…alle Bilder…auch die…die ich hier nicht veröffentlicht habe…wurden mehr oder weniger in einer einzigsten Nacht „durchgelassen“. Das Video zum Shooting ist zwischenzeitlich gecaptured…und geht jetzt umgehend in den Schnitt und wird nach Fertistellung direkt hier veröffentlicht.

Shooting-Event: „Passion of Fashion“

geschrieben von admin | Models & Shootings,Spezielle Fotografie | Freitag 18 März 2011 14:42

Letztes Jahr haben wir das Volksbad in Nürnberg gerockt, dieses Jahr ist eine neue Location angesagt. Mit dem Titel „Passion of Fashion“ wollen wir speziell mit Fotografen die ebenso wie ich und auch Daniel Wolf der Fashion-Fotografie verfallen sind, mal so richtig Gas geben.

Als Shootingbereich steht eine Hammer-Location in Form eines Weinkellers zur Verfügung. Bei der Begehung und Besichtigung ist mir da schon gewaltig der Kiefer runtergeklappt. Riesige Edelstahltanks, aber auch alte Holzfässer sind nur einige der Besonderheiten dieses riesigen Geländes der Winzergenossenschaft.

Ich bin mir sicher, hier werden Aufnahmen entstehen die richtig brutal einschlagen werden.

Ganz wichtig, dieses Shooting ist KEIN Workshop, bei dem wir die Teilnehmer mit irgendwelchen langatmigen Labereien vom shooten abhalten. Wir wollen Bilder machen…und zwar Vollgas.

Zusammen mit Daniel Wolf, dessen Fashion-Fotografie immer weitere Kreise zieht und Arnold Widera der sich speziell um die Dessous-Aufnahmen kümmern wird, gehts da so richtig ans Eingemachte.

Jeder Coach betreut maximal 4 Leute die jenseits von Konkurrenzdruck und sonstigen Kindergartenspielereien zusammenarbeiten. Hier sollen Ideen ausgetauscht und Bildideen aufgebaut werden.

Kein Coach zwängt sich in die Rolle des „Big Boss“ sondern greift genau DANN ein wenn es zu Fragen kommt oder ein spezielles Licht-Setting gewünscht wird.

Gearbeitet wird auf Lichttechnik von Illuminate-Flashsystems. Wir bringen wirklich alles mit was das Herz begehrt, auch die Brocken der Pro-Series incl. der Paras. 😉

Schon alleine die Models die da auflaufen werden sorgen für’n kribbeln in den Fingern, abgesehen von dem was die Crew der Glamour-Look-Academy an Make-Ups und Hairstylings auf die Beine stellen wird.

Auch Akira Sun ist als Model mit am Start und wird ihren Revue-Körper in Dessous fädeln daß einem die Spucke wegbleibt. Wer also mal stylishe erotische Aufnahmen machen will jenseits von „Arsch- & Titten Knipserei“ ist hier bestens aufgehoben.

Fashion Designerin Stefanie Diehl bringt auch ein paar nette Stöffchen mit, von daher kanns da gar net besser laufen.

Wir reden also von einem Rundum-Sorglos Paket für Alle die mit uns mal 2 Tage so richtig auf die Pauke hauen wollen.

Das wird keine Sparmaßnahme…das wird kein „schaun‘ wa mal“…das wird BAMM!

Ich bin heiß wie Nachbars Lumpi beim Anblick einer läufigen Dogge…und bin mir sicher daß es da so richtig vorwärts gehen wird.

Bilder der Models poste ich hier so nach und nach…auch einen kleinen Einblick in die Location will ich dann nicht weiter vorenthalten…und ’n Video drehen wir natürlich auch.

Also Leute…net lang‘ nachdenken…mitspielen heißt die Devise.

Und wenn Abends dann der Hammer fällt…gehts gemeinsam an den langen Tisch…(natürlich nur wer will) …während die einen sich Brezeln und Wein einfahren, werde ich mir bei Cola und Steak die Zeit mit’n paar lockeren Gesprächen um die Öhrchen hauen.

Alle Infos und auch das Anmeldeformular gibts auf Model-Magazine.com

Gruß

Zottl

Einzel-Coachings statt Workshops

geschrieben von admin | Models & Shootings,Spezielle Fotografie | Donnerstag 24 Februar 2011 19:44

Irgendwie ist es interessant, daß sich meiner Meinung nach immer mehr Fotografen dazu entscheiden nicht nur im technischen Bereich auf Qualität zu setzen, sondern auch im Bereich der „Weiterbildung“.

„Ich habe jetzt 4 Workshops besucht, insgesamt fast 1000 Euro bezahlt – aber das war nicht so wirklich das was ich mir erhofft hatte.“ Diese Aussagen mehren sich, und die Anfragen nach Einzelcoachings steigen.

MEINER Meinung nach ist das größte Problem, daß Workshops schon von „Fotografen“ angeboten werden, deren „Können“ einfach nur grenzwertig ist. Es gibt seeehr gute Workshops, es gibt sehr gute „Wissensvermittler“ und es gibt leider viel zu wenige auf die diese Beschreibungen zutrifft. Ich unterscheide zwischen den Workshops bei denen es darum geht mit aller Gewalt und ohne jeglichen Anspruch nackte Haut abzulichten…und den Workshops bei denen es darum geht…die Feinheiten der Fotografie zu erörtern.

Wenn Harry Hupengucker und Kalle Sabbersack sich am Wochenende von Ihren Ehefrauen verabschieden um sich der „hohen Kunst“ hinzugeben…und sich beim Schnecken-Michel treffen um dort nackiges Frischfleisch abzulichten kann das sicherlich ein Workshop sein. Für mich bedeutet ein Workshop aber weitaus mehr. Und so zeichnet es sich auch immer mehr bei meinen Kunden ab.

„Hast’n geilen Style Zottl, so würde ich das auch gerne können…kannst Du mir nicht mal ein paar Tipps geben?“ Na klar kann ich das, nimm‘ Dir ein Wochenende Zeit und komm‘ rüber…dann zeige ich Dir mal wie man es schafft sein Level mit einfachsten Mitteln nach oben zu schrauben.

So in etwa trat auch Sepp aus München auf mich zu. Ein paar Telefonate, eine genaue Absprache was denn genau zum Inhalt des gemeinsamen Shooting-Weekends werden soll…und der große Tag kam schneller als gedacht.

Freitags Nachmittags stand Sepp im Studio. Voll motiviert und rundum sympathisch, wie es schon am Telefon rüberkam. Also den Abend einfach mal ganz locker damit verbracht auszuloten wo es denn genau „hakt“…um genau auf die Ansprüche von Sepp die Inhalte festzulegen. Nachts um halb 1 verabschiedete man sich, um dann am Samstag morgen um 10 Uhr Gas zu geben.

Mit am Start natürlich meine rechte Hand Stefan Riedel, der uns wieder einmal ein geniales „Behind-the-Scenes“ Video gedreht hat…und logischerweise auch unser Head of Make-Up…Megi Kertusha, die sich durch Ihre Make-Up Spezialitäten und Haarkreationen zwischenzeitlich einen immer größeren Namen schafft.

So ein Wochenende schweißt zusammen, innerhalb von Stunden entwickelt sich da ein Team welches einfach nur noch Spass hat und voller Motivation nach vorne geht. Okay…morgens um halb 6 die Segel zu streichen klingt schon heftig…aber wenn man so engagiert arbeitet bekommt man von der Uhrzeit nichts mehr mit.

Sonntags morgens 10:00 Uhr…naaaaa…was kommt jetzt? Richtig…der letzte Tag geht in die Startphase…auch hier…bis um 18:00 Uhr das volle Programm. Sepp zeigte sich als wahres Naturtalent…und hatte tierisch geile Aufnahmen im Kasten. Bei der Verabschiedung hörte ich Worte die mir nicht unbekannt vorkamen. „In keinem Workshop wurde genau SO auf MICH eingegangen…woanders war ich nur einer von Vielen…was ich bei Dir und Deinem Team mitgenommen habe…hätten mir viele andere Workshops nicht gebracht…“

Genau DAS ist der Grund wieso ich es vermeide Workshops zu geben…ich möchte mich ein Wochenende lang auf EINEN Fotografen einstellen…genau auf SEINE Bedürfnisse hin das ausarbeiten was ER sich vorstellt…und für Ihn „wichtig“ ist…und das zusammen mit einem Team welches alles gibt um Spass und geile Ergebnisse zu bekommen.

Ich denke es hat wieder mal geklappt… 🙂

Solltest auch DU Lust haben mit mir und meinem Team mal so richtig Gas zu geben, dann nur keine falsche Scham…einfach anrufen…mailen…SMSen…wie auch immer…wir sind uns sicher für jeden individuellen Anspruch von ambitionierten Amateurfotografen das entsprechende Coaching zusammenstellen zu können.

Gruß

Zottl

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